Erntedank ist ein besonderes Familienfest

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Essen hält Leib und Seele zusammen.

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Marcus Hinz, Vorstandsmitglied des Heimat- und Verkehrsvereines (HVV) Nachrodt-Wiblingwerde, konnte sich nicht mehr so genau erinnern, seit wann es das Erntedankfest auf dem Hof vor der Heimatstube und dem alten Kornspeicher in Wiblingwerde überhaupt gibt.

„Ich schätze mal“, sagt er schmunzelnd, „so ungefähr seit Beginn unserer Zeitrechnung.“ Und Klaus Potthoff, Vorsitzender des HVV, fügt gut gelaunt an: „Es gibt immer noch Fassbier bei uns“. Denn der Verein lud, wie in jedem Jahr, zum Erntedankfest an der Heimatstube ein. Die zahlreichen Besucher wurden mit toller Musik unterhalten. Doch genau genommen hatte und hat das Erntedankfest einen fröhlichen Hintergrund. Es wurde gefeiert, wenn die Ernte eingefahren war und – im Regelfall – noch genügend übrig blieb, um Bedürftige zu unterstützen.

Neben dem vom Vorsitzenden Potthoff angesprochenen Fassbier standen auch alkoholfreie Getränke auf der Karte. Und auch die Speisekarte war ausgesprochen lang. Natürlich gab es am Sonntag auch die obligatorische Bratwurst. Daneben wurde jedoch auch Erbsensuppe gereicht. Die wurde vom Leiter der Ferien- und Tagesstätte „Auf dem Ahorn“, Harald Bürzl, in der Küche des Hauses selbst hergestellt. Auch die angebotenen Waffeln fanden zahlreiche Abnehmer. „Das ist unglaublich“, sagte Reinhard Ittershagen vom HVV. „Wir haben fünf Eimer Waffelteig hergestellt. Das reicht für rund 400 Waffeln. Irgendwie müssen wir nachproduzieren.“ Was dann auch – sozusagen mit vereinten Kräften – in der Küche der Heimatstube gelang.

Potthoff zeigte sich sehr zufrieden. „Es waren sehr viele Gäste da“, resümierte er. „Irgendwann habe ich aufgehört, zu zählen.“

von Hartwig Bröer

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