Eltern der Grundschüler stehen vor der Wahl

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Die Pläne der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde und der Stadt Altena für eine gemeinsame Sekundarschule nehmen allmählich Konturen an. Am Montagabend (14. November) wollen Gemeinde und Stadt betroffene Eltern über das Vorhaben informieren.

Alle Eltern der Klassen 3 und 4 der Grundschulen in Nachrodt-Wiblingwerde und in Altena sind dann zu einer Elterninformation ab 19 Uhr in die Burg Holtzbrinck in Altena eingeladen. Experten werden über die neue Schulform und über das Schulprogramm informieren. Damit sollen die Väter und Mütter in die Lage versetzt werden, den sie in Kürze erhalten werden, zu verstehen. Mit dem Fragebogen soll nämlich ermittelt werden, wie viele Eltern die Sekundarschule überhaupt wollen. Der Elternwille ist nämlich Grundvoraussetzung zur Gründung der Sekundarschule. Nur wenn ein Wechsel von mindestens 75 Kindern in die drei Eingangsklassen dieser weiterführenden Schulform in den nächsten Jahren als gesichert gilt, hätte ein Genehmigungsantrag bei der Bezirksregierung, den Nachrodt-Wiblingwerde und Altena bis zum 1. Dezember stellen müssen, überhaupt Aussicht auf Erfolg. Ansonsten würden die beiden Hauptschulen und die Realschule zunächst in der bisherigen Form weitergeführt werden.

Durch den Rückgang der Schülerzahlen und das veränderte Verhalten der Eltern bei der Wahl der Schulform für ihre Kinder sehen sich Nachrodt-Wiblingwerde und Altena zu Veränderungen der Schulstruktur gezwungen. Trotz guter Arbeit werde die Hauptschule vielfach nicht mehr angenommen, argumentieren sie. Die Lösung sehen sie in einer mindestens dreizügigen gemeinsamen Sekundarschule, die die Jahrgänge 5 bis 10, aber keine eigene gymnasiale Oberstufe umfassen soll. Gymnasiale Standards sollen aber dadurch gewährleistet sein, dass sich die Lehrpläne der neuen Schule an denen von Real- und Gesamtschulen orientieren. Als Unterrichtsorte sind für die Jahrgangsstufen 5 und 6 die jetzige Albert-Schweitzer-Hauptschule am Holensiepen in Nachrodt-Wiblingwerde und für die Jahrgangsstufen 7 bis 10 das Gebäude der derzeitigen Richard-Schirrmann-Realschule in Altena vorgesehen.

In der Nachbarstadt Werdohl formiert sich derweil Widerstand gegen die geplante Sekundarschule. Vor der für den nächsten Freitag, 18. November, einberufenen Sitzung des Schulausschusses empfiehlt die Stadtverwaltung den Politikern, der Einrichtung der Sekundarschule die Zustimmung zu verweigern. ▪ vg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare