Kita-Zweckverband nimmt finanzielles Angebot des Rates an

Elisabeth-Kita wird saniert und vergrößert

Die St Elisabeth Kita wird während des laufenden Betriebes partiell saniert und auch vergrößert.
+
Die St Elisabeth Kita wird während des laufenden Betriebes partiell saniert und auch vergrößert.

Nach hartem Ringen, vielen Debatten und Verhandlungen gibt es jetzt ein Happy End: Die katholische Kindertageseinrichtung St. Elisabeth wird in den kommenden Jahren umfassend modernisiert.

Nachrodt-Wiblingwerde – Der Rat der Gemeinde hatte die Übernahme des Trägeranteils aller Gruppen zu 25 Prozent angeboten – der Kita-Zweckverband nahm diese Offerte an und erklärt nun: „Die Planungen für den Um- und Ausbau der Kita St. Elisabeth sind in vollem Gange. Gemeinsam finanzieren und realisieren Kommune und Kita-Zweckverband die Modernisierung der Bildungseinrichtung. Im Zuge des Qualifizierungsprojektes werden die Räumlichkeiten ganzheitlich in den Blick genommen und während des laufenden Kita-Betriebes partiell saniert und das Gebäude vergrößert.“

Eigene Kita wäre teurer

Der Zweckverband hatte eigentlich die Übernahme des Trägeranteils der bestehenden Gruppen zu 50 Prozent und der neuen Gruppe zu 100 Prozent beantragt – ein Wunsch, den die Gemeinde aus finanziellen Gründen nicht leisten konnte und wollte. „25 Prozent und nicht mehr. Da ist der Deckel drauf“, meinte Bürgermeisterin Birgit Tupat während der Sitzung des Rates, in der das Thema noch einmal diskutiert wurde. Zudem gab es einen eigenen Arbeitskreis, der mit dem Kita-Zweckverband und dem Märkischen Kreis tagte. „Im Endeffekt ist es noch teurer, eine eigene Kita zu betreiben“, so Birgit Tupat. „Wir hoffen, dass unser Angebot vom Kita-Zweckverband angenommen wird, damit man eine weitere Zusammenarbeit erhalten kann“, erklärte Jens-Philipp Olschewski (CDU), während Ronny Sachse (SPD) auf die Reaktionen der anderen Kita-Träger gespannt ist. Tatsächlich hat sich die Kirchengemeinde Wiblingwerde bereits gemeldet – auch sie plant eine größere Veränderung ihres Kindergartens. Die UWG wollte dem Beschlussvorschlag nicht zustimmen. „Wenn einer einen Zuschuss bekommt, müssen alle einen Zuschuss bekommen oder eben keiner“, erklärte Dirk Grote – später gab es deshalb auch vier Enthaltungen der Wählergemeinschaft. Tatsächlich gehen andere Träger nicht leer aus. Sowohl die Fibs an der Bachstraße als auch die Awo bekommen Zuschüsse aufgrund von langjährigen vertraglichen Vereinbarungen.

Mehr Betreuungsplätze

Doch zurück zum Elisabeth-Kindergarten. Die Einrichtung wird sowohl um eine halbe Gruppe des Gruppentyps I als auch um eine halbe Gruppe des Gruppentyps II erweitert, sodass weiteren Kindern in Nachrodt ein Betreuungsplatz angeboten werden kann.

„Es ist toll, dass wir den Standort der Kita St. Elisabeth sichern und die Einrichtung gleichzeitig konzeptionell und strukturell voranbringen können“, sagt Iris Diedenhofen, Gebietsleitung für die Region Märkischer Kreis und ergänzt: „Wir sind sehr dankbar, dass die Kommune unser Vorhaben unterstützt und die Bildungsarbeit des Kita Zweckverbandes in Nachrodt so wertschätzend anerkennt.“

Räume ganzheitlich erlebbar

Damit die Bildungsarbeit in Kindertageseinrichtungen auf hohem Niveau stattfinden könne, würden Kinder eine anregende Lernumgebung und klar strukturierte Räume benötigen, die Selbstbildungsprozesse entstehen lassen. Um dieses Ziel zu erreichen und die pädagogische Arbeit nachhaltig weiterzuentwickeln, müssten die Gebäude als Bildungsorte entsprechende Qualitätsstandards aufweisen. Räume würden nicht länger nur funktional genutzt, sondern für die pädagogische Arbeit ganzheitlich erlebbar gemacht.

Zukunftsweisende Lösung

„Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist, eine zukunftsweisende Lösung für unsere Kita in Nachrodt aufzuzeigen“, berichtet Sandra Schnell, Pfarrbeauftragte der Pfarrei St. Matthäus, zu der auch die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde zählt. „Es ist uns ein großes Anliegen, als katholische Kirche auch in Nachrodt weiter sichtbar und erlebbar zu bleiben.“ Bereits seit zwei Jahren wird im Kita Zweckverband unter dem Titel „Kita 4.0“ an der Zukunftsfähigkeit gearbeitet. In den Bereichen Konzeption und Pädagogik, Personal, Immobilien und Finanzen werden Veränderungsprozesse eingeleitet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare