Zukunft des Awo-Ortsvereins gesichert

+
Charlotte Hardt dankte der Awo-Vorsitzenden Christel Stock (r.) mit einer blauen Orchidee für ihren Einsatz.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Dass der Awo-Ortsverein Nachrodt-Wiblingwerde weiter bestehen würde, war vor der Mitgliederversammlung am Montag keineswegs selbstverständlich. Erst mit Elfriede Sickarts Bereitschaft, die Kassenführung zu übernehmen, war die Zukunft gesichert.

Die Besetzung des wichtigen Vorstandspostens hatte der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in der Doppelgemeinde zuletzt Kopfzerbrechen bereitet. Zunächst hatte im vergangenen Jahr die langjährige Kassiererin Maria Hoffmann das Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Rosemarie Naumann hatte es zwar vorübergehend übernommen, sich aber außerstande gesehen, dauerhaft zur Verfügung zu stehen. Mit dem positiven Kassenbericht, den sie am Montag vorlegte, endete ihre Arbeit. Die Awo-Vorsitzende Christel Stock hatte schon mit dem Gedanken gespielt, den Ortsverein aufzulösen, bis Elfriede Sickart schließlich zusagte. Bis zur nächsten regulären Wahl wird sie die Kasse kommissarisch führen.

Den Awo-Ortsverein drückt jedoch noch ein weiteres Problem, das sich möglicherweise nicht so einfach lösen lässt: Weil die Gemeinde Pläne verfolgt, die Awo-Räume im Haus Hagener Straße 96 zu Büroräumen umzubauen, könnte die Awo ihr Domizil verlieren. Die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Gemeinderat, Susanne Jakoby, machte den Mitgliedern jedoch Mut. „In dieser Angelegenheit ist noch gar nichts entschieden“, versicherte sie, dass die Zukunft des Hauses, um dessen Verkauf sich die Gemeinde seit Jahren vergeblich bemüht, noch völlig offen sei. Derzeit werde zwar untersucht, ob das Gebäude so umgebaut werden kann, dass dort ein gemeinsames Bauamt für die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde und die Stadt Altena Platz finden könnte. „Es sieht aber so aus, dass das ganz schön teuer werden könnte“, berichtete Jakoby, nicht ganz ohne Erleichterung. „Die Gemeinde braucht solche Räume für Begegnungen, deshalb ist die SPD auch gegen diese Pläne“, sagte sie und sprach in diesem Zusammenhang von „sozialpolitischem Schwachsinn“. Die neue Awo-Kreisvorsitzende Karin Löhr ermunterte die Awo-Mitglieder, sich für den Erhalt ihrer Begegnungsstätte einzusetzen, aber auch als „Botschafter der Awo“ aufzutreten: „Macht die Arbeit der Awo bekannt“, sagte sie.

Für den 13. August plant der Awo-Ortsverein einen Tagesausflug an die Weser. Neben einer Schifffahrt von Beverungen nach Höxter soll in Höxter auch eine Alstadtbesichtigung auf dem Programm stehen. Nähere Auskunft erteilt die Awo-Vorsitzende Christel Stock (Tel. 0 23 74/31 97). ▪ Volker Griese

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare