Dritter Jahrgang Fünftklässler an der Sekundarschule

Melih Can (links) und Jeremy (rechts) sind offenbar zuversichtlich, was ihre Zeit an der Sekundarschule angeht. Die beiden besuchen seit Mittwoch dieKlasse 5b.  Foto: Griese

Nachrodt-Wiblingwerde - Ein strammes Pensum hatten die neuen Sekundarschüler am Mittwoch in ihrer ersten Unterrichtsstunde an der neuen Schule zu absolvieren: Kennenlernen der neuen Klassenlehrer, Empfang der Busfahrkarten, Schülerausweise und Briefe für die Eltern, und dann gab es ja auch noch die Stundenpläne und natürlich die Bücher, die die bis dato leeren Schultaschen ordentlich füllten.

Knapp 80 Kinder nahm die Sekundarschule im Holensiepen am Mittwochnachmittag in die neuen fünften Klassen auf – mittlerweile der dritte Einschulungsjahrgang an der neuen interkommunalen Schule. Aufgeteilt werden die Mädchen und Jungen auf drei Klassen, die von jeweils zwei Klassenlehrern betreut werden. Der Klasse 5a nehmen sich Beate Zajac und Olaf Wohlfahrt an, die 5b übernehmen Oliver Held und Julia Bommersbach und die Schüler der 5c haben es in erster Linie mit Marita Sensen und Christine Mann zu tun. Die Klassenlehrerduos erledigten auch die ersten organisatorischen Angelegenheiten mit ihren Schützlingen. Nach einer Stunde war der erste Schultag dann auch schon wieder vorbei.

Vor ihrem ersten Gang in die Klassenräume hatten die neuen Sekundarschüler und ihre Eltern im Foyer der Schule einen religionsübergreifenden Gottesdienst gefeiert, der Rücksicht auf Christen wie auf Muslime nahm. Gestaltet wurde er im wesentlichen vom katholischen Pfarrer Ulrich Schmalenbach und seinem evangelischen Amtsbruder Wolfgang Kube, aber auch von dem islamische Hodscha Lütfi Yilmaz. Sie alle gaben den Fünftklässlern auf ihre Weise gute Wünsche für den Start an der neuen Schule mit auf den Weg. Pfarrer Kube griff dabei das Bild des Labyrinths auf, um den Schülern aufzuzeigen, worauf es ankommt. Um in dem Irrgarten den Überblick zu behalten, müsse man sich gegenseitig helfen, sagte er. Dazu gehöre beispielsweise auch, schwächeren Mitschülern unter die Arme zu greifen – aber auch, sich über die Schwächen anderer nicht lustig zu machen. Die Sekundarschule solle für die Schüler ein Stück Geborgenheit und Heimat werden“, lautete Kubes Wunsch.

Auch einige ältere Sekundarschüler gestalteten den Gottesdienst mit, indem sie symbolisch aufzeigten, was das schulische Labyrinth auch bedeuten kann. Eine Sonnenblume stand für die blühenden Blumen am Wegesrand, eine Augenbinde für die manchmal auftretende Blindheit, ein Handy für die Freunde, die man in der Schule treffen und um Rat fragen kann. Musikalisch wurde der etwa halbstündige Gottesdienst von Musiklehrer Daniel Stork am Klavier begleitet. - Volker Griese

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