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Einsatz am Lennewehr: Angler sichtet Flak-Munition im Wasser

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Von: Maximilian Birke

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Dieser Schnappschuss von seinem gefährlichen Fund in der Lenne gelang Daniel Kopatz.
Dieser Schnappschuss von seinem gefährlichen Fund in der Lenne gelang Daniel Kopatz. © Privat

„Ich war es, der die Munition gefunden hat, als ich mit meinen Watstiefeln zum Spinnfischen durch die Lenne gelaufen bin“, erzählt Daniel Kopatz über den gefährlichen Fund. Weitere Details sind jetzt bekannt.

Nachrodt-Wiblingwerde – Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz gab auf Nachfrage weitere Details zur Kampfmittelentschärfung am Dienstag am Lennewehr bekannt (wir berichteten). Entdeckt wurde die vermeintliche Granate bereits am Samstag, berichtete Putz.

Der ungewöhnliche Fund in der Lenne wurde tatsächlich von einem Fischer gesichtet, nämlich von Daniel Kopatz, der beim Spinnfischen war. Der Angler informierte nach seiner Entdeckung am Samstag die Polizei, auch der Bereitschaftsdienst des Ordnungsamtes wurde in Kenntnis gesetzt. Diensthabende Behörde war am Osterwochenende die in Altena.

Wie dringend war die Entschärfung?

Dem Kampfmittelräumdienst seien zunächst Fotos zugeschickt worden, erklärte Putz weiter. Anhand dieser wurde bewertet, wie dringlich die Entschärfung sei. Man entschied sich, weitere Maßnahmen erst nach den Osterfeiertagen durchzuführen. So rückte der Kampfmittelräumdienst am Dienstagmorgen kurz nach 8 Uhr in der Doppelgemeinde an.

Vor Ort waren am Lennewehr beziehungsweise an der Klingestraße auch Polizei und Ordnungsamt. Die Freiwillige Feuerwehr der Doppelgemeinde leistete Amtshilfe bei der Erkundung der Einsatzstelle, die VDM-Werkfeuerwehr aus Altena stellte ein Schlauchboot zur Verfügung, mit dem die Fundstelle erreicht werden konnte.

Keine Granate, sondern große Patrone

„Es handelte sich nicht um eine richtige Granate, sondern wohl um eine große Patrone einer Flugabwehrkanone“, erläuterte Putz. Auch diese beinhaltet allerdings eine Sprengladung, die entschärft werden musste. Vermutlich stammte sie noch aus dem Zweiten Weltkrieg. Weil der Zünder bereits freigelegt war, entschieden sich die Experten für die Sprengung vor Ort. „Acht Häuser wurden in diesem Zusammenhang von uns aufgesucht“, sagt Putz.

Die Anwohner wurden gebeten, Gärten zu verlassen und sich in Sicherheit zu begeben. „Das geschah nur in einem bestimmten Sicherheitsradius“, erklärt der Ordnungsamtsleiter weiter, warum nicht alle Anwohner der Klingestraße evakuiert wurden.

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