Neues Konzept für Anlagen in Nachrodt

Einige Spielplätze fallen weg 

Auf Spielplatz-Tour machten sich die Kommunalpolitiker in Nachrodt und Wiblingwerde.
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Auf Spielplatz-Tour machten sich die Kommunalpolitiker in Nachrodt und Wiblingwerde.

Ein neues Konzept für die Spielplätze in Nachrodt-Wiblingwerde soll es geben. Klar ist schon jetzt, dass einige Spielplätze nicht erhalten werden können, andere stehen auf der Kippe.

Nachrodt-Wiblingwerde – Die Verwaltung hat in einer umfangreichen Vorlage für den Sozialausschuss interessante Zahlen vorgelegt: Es geht um 940 Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren, die in der Doppelgemeinde leben – und für die es 15 Spielplätze gibt. Noch. Politik und Verwaltung wollen klären, wie es mit ihnen weitergeht. Fakt ist bereits: Einige Spielplätze werden aufgegeben, über weitere wird diskutiert. Und zwar auch mit der Fragestellung, ob es nicht sinnvoller ist, die Zahl der Plätze zu reduzieren, aber die weiteren attraktiver zu machen.

Der Ausschuss hat auf Antrag von Stefan Herbel (CDU) deshalb beschlossen, für diese Neuausrichtung eine Arbeitsgruppe einzusetzen. Ihr sollen zwei Vertreter jeder Fraktion angehören. „Wir können das heute nicht durchplanen“, sagte Herbel. Die Arbeitsgruppe soll den Blick auf drei wesentliche Punkte richten: vorhandene Fläche und Erweiterungsmöglichkeiten, Ist-Zustand sowie Perspektive für die Zukunft. Die Überlegungen des Kreises können als Vorarbeiten für ein Spielplatz-Entwicklungskonzept verstanden werden. Einige Tendenzen gibt es schon.

Muster-Spielplatz Niggenhuser Hof bleibt

Die Gemeinde will natürlich an einigen Spielplätzen festhalten. Das dürfte zum Beispiel der Niggenhuser Hof sein, denn „er ist der neueste Spielplatz und bietet Erweiterungsmöglichkeiten“. Auch „In der Dellen“ gilt als attraktiver Standort, wo es zudem recht viele Kinder gibt. Ein großes Einzugsgebiet hat auch der Spielplatz an der Ehrenmalstraße, der zudem mit einem neuen und robusten Klettergerüst ausgestattet ist.

Unscheinbar in einem Winkel des Märkischen Platzes liegt ein Spielplätzchen. Es besteht aus einer Sitzgelegenheit und zwei Wackeltieren. Über ihn wird die Arbeitsgruppe ebenso diskutieren wie über den Spielplatz an der Eichendorffstraße. Er ist in einem schlechten Zustand und hat nur wenige Geräte.

Ein Spielplatz aufgeben, anderen aufwerten

Nicht weit entfernt – wenige Minuten zu Fuß – liegt der Spielplatz „Im Grund“, der eine attraktive Lage hat und in einem guten Zustand ist. Die Verwaltung hat deshalb vorgeschlagen, den Platz Eichendorffstraße aufzugeben und dafür den Spielplatz „Im Grund“ aufzuwerten. Die Fläche an der Eichendorfstraße könnte eingesät und mit Tischen und Bänken ausgestattet werden als öffentlicher Treffpunkt.

Der Spielplatz in Opperhusen ist spärlich ausgestattet. Eine Erweiterung wäre nur möglich, wenn der angrenzende Bolzplatz aufgegeben würde. Was die ganze Sache nicht einfacher macht: Das Grundstück gehört nicht der Gemeinde. Die kleine Spielfläche am Dorfplatz in Wiblingwerde steht ebenfalls zur Diskussion.

Nachrodter Feld verliert zwei Spielplätze

Schon jetzt steht fest, dass einige Spielplätze nicht zu halten sein werden, darunter der Spielplatz Nachrodter Feld und der an der Lenneuferpromenade, gelegen hinter der ehemaligen Rastatt. Dadurch verliert das Nachrodter Feld zwei Spielplätze, außerdem einen Bolzplatz und ein Rollhockey-Feld.

Alle werden weichen müssen, wenn die neue Lennebrücke kommt. Die Pläne von Straßen.NRW sehen nämlich vor, dass die Brückentrasse, nach links abgewinkelt von der bisherigen Streckenführung, über beide Flächen führen wird. Es soll in diesem Bereich auf jeden Fall ein neuer, größerer Platz geschaffen werden.

Spielplatz Veserde nicht zu halten

Konkrete Planungen sind jedoch erst möglich, wenn die Brückenpläne amtlich sind. Zudem, das hat die Verwaltung dargelegt, fehlt es derzeit an freien Grundstücken. Auch der Spielplatz in Veserde wird nicht erhalten werden können, denn das Grundstück ist von der Gemeinde an einen Privatmann verkauft worden. Es gehört zur alten Feuerwehr.

Die Verwaltung hat dargelegt, dass die Gemeinde vergleichsweise „viele Spielplätze betreibt, um die Wege kurz zu halten“. Aber: „Diese Art von Spielplätzen oder das Vorhalten einer solchen Anzahl ist überholt. Heute sind die Eltern in der Regel mobil und nehmen auch Fahrten zu Spielplätzen in Kauf“, so Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz. Erstrebenswert sind laut Verwaltung „zwei sehr gut und hochwertig ausgestattete Spielplätze, aber natürlich auch Alltagsspielplätze“.

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