Einen Ring zu schmieden ist eigentlich ganz einfach

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Viel Arbeit, aber auch viel Spaß: Einen Ring zu schmieden kann an sich jeder erlernen.

NACHRODT-WIBLINGWERDE Sägen, feilen, biegen, löten, bürsten, klopfen und zum abschließenden Höhepunkt verzieren – „Ein Ring sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden“.

Die selbst geschmiedeten Silberstücke des VHS-Kurses am Samstag können auf ihre Träger zwar nicht jene magischen Kräfte ausüben wie das besagte Schmuckstück aus Tolkiens „Herr der Ringe“-Trilogie. Und dennoch schwebte beim Schmieden des eignen Fingerrings etwas Mystisches mit.

Die Frau, die über Silberstreifen, Edelsteine und Goldblättchen, über Feilen, Bohrmaschine und Lötkolben wachte, weiß, wie ein Ring geschmiedet wird – gerne ließ Uschi Becke die 16 interessierten Ring-Künstler im Werkraum des Schulkomplexes am Holensiepen von ihrem Wissen profitieren. Doch vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt, besagt ein Sprichwort. Butterweich glitt das Sägeblatt durch das Arbeitsmaterial der routinierten Iserlohner Schmuckkünstlerin, während sich die Sägezähne bei ihren „Schützlingen“ gerne so fest im Ringmaterial verhakten, dass die hauchdünnen Blätter bei den ersten Versuchen reihenweiße rissen. „Das ist ganz normal“, beruhigte Uschi Becke und blieb gelassen, als der Arbeitsschritt – das Silberstück auf das gewünschte Ringmaß zu sägen – noch nachgebessert werden musste. „Die Kante muss gerade sein“, weiß die Fachfrau, denn ein ebener Abschluss ist die Grundvoraussetzung, um eine Nahtkante löten zu können.

Ausführlicher Bericht in unserer Montagausgabe. Dann zeigen wir auch das erste Schmuckstück unserer Redakteurin Susanne Riedl.

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