Ehrenamtspreis: Noch ist lange nichts entschieden

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Nachrodt-Wiblingwerde - Wer wird ihn bekommen, den ersten Ehrenamtspreis der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde? Noch ist lange nichts entschieden.

Bei einem ersten Treffen derjenigen, die sich rund um den Preis tummeln und letztlich auch Entscheidungen fällen, wurden zunächst einmal Eckpunkte und Richtlinien besprochen, die nun in den Fraktionen weiter diskutiert werden sollen. 

Zum neuen Arbeitskreis gehören Aykut Aggül, der den Ehrenamtspreis vorgeschlagen hatte, und Christian Pohlmann für die SPD, Petra Triches und Anne Klatt für die UWG sowie Elfriede Sickart und Peter Herbel für die CDU. Auch Bürgermeisterin Birgit Tupat ist Mitglied des Preis-Teams. 

Bemühung um gerechte Würdigung

Da der Ehrenamtspreis nicht unumstritten war und sogar eine Kampfabstimmung im Rat nach sich gezogen hatte, wollen sich die Arbeitskreis-Mitglieder besonders um eine gerechte Würdigung bemühen. Und so standen Diskussionen um die Höhe des Preises und um mögliche Vorschläge aus der Bevölkerung im Vordergrund. 

Über eines ist man sich einig: Die Preisverleihung soll nicht im Rahmen des Ehrenamts-Grillens stattfinden, sondern soll einen anderen würdigen Rahmen – wahrscheinlich während der Weihnachtsratssitzung – finden.

Engagement für das Gemeinwohl 

Ausgezeichnet werden können Personen aus allen Lebensbereichen, die sich für das Gemeinwohl unentgeltlich engagieren. Ein Preisträger kann frühestens nach zehn Jahren erneut geehrt werden. Neben einer repräsentativen Urkunde soll es einen individuellen Gutschein in Höhe von 200 Euro für den Preisträger geben. 

„Ich bin sehr zufrieden mit der ersten Sitzung des Arbeitskreises Ehrenamt“, sagt Aykut Aggül. Als Initiator hatte es ihn jedoch wahrlich geschmerzt, dass seine Idee nicht fraktionsübergreifend auf Gegenliebe gestoßen war. „Ich bin schon enttäuscht, dass bei einer so guten Sache darüber diskutiert wurde, ob sie angebracht sei oder nicht“, so Aggül im Gespräch mit dem AK. 

"Eine wertvolle Sache"

„Einmal im Jahr jemandem zu danken, der sich über alle Maßen engagiert, ist eine wertvolle Sache“, so der Sozialdemokrat. Dass der heftige Meinungsaustausch im Rat auch einige Bürger verunsichert hat, ist Aykut Aggül ebenfalls bekannt. 

„Wenn sich die Menschen die Frage stellen, ob sie den Ehrenamtspreis nach der ganzen Debatte überhaupt annehmen würden – wie Frau Karisch beispielsweise, – dann ist das mehr als schade.“

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