Gemeinde schließt Verträge mit Spielplatzpaten

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Auf dem Spielplatz am Niggenhuser Hof fand sich am Samstag schon eine ganze Reihen von potenziellen Pflegepaten, die den Bauhof bei der Unterhaltung des Areals entlasten wollen.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Der Niggenhuser Hof bekommt Spielplatzpaten. Anwohner des Neubaugebiets und Mitglieder der Christlichen Versammlung haben sich am Samstag bereit erklärt, die Pflege der großzügigen Spielfläche zu übernehmen.

Der Sozialausschussvorsitzende Stefan Herbel und Bürgermeisterin Birgit Tupat erklärten den ehrenamtlichen Helfern, dass die Gemeinde mit ihnen Patenschaftsverträge abschließen werde. Auch für den Spielplatz Nachrodter Feld werden Bürger gesucht, die anpacken wollen.

Sie ist verführerisch, die große Rasenfläche im Niggenhuser Hof. Hundebesitzer statten ihr gern einen Besuch ab, damit „Bello“ hier sein Häufchen hinterlassen kann. Anwohner wie Kirsten Steinecke wollen das nicht länger dulden: „Wir bringen jede Sichtung dieser Art sofort zur Anzeige“, kündigte sie hartes Durchgreifen an. Auch das gehört zur Spielplatzpatenschaft dazu. Buchstäblich größte Angriffsfläche am Niggenhuser Hof ist das grüne Gras. Es muss gemäht werden. Auch dazu erklärten sich am Samstag die ersten Dorfbewohner bereit.

Wann der Mäher angeworfen wird, klärt der Patenschaftsvertrag, in den die Einsatzzeiten eingetragen werden. Auch zum Müllsammeln können sich Bürger bereit erklären oder zum Heckenrückschnitt. Sie können Bänke reinigen und überall dort anpacken, wo ihre Arbeitskraft zur Pflege und Erhaltung der Spielplätze im Gemeindegebiet gebracht wird. Ausgeschlossen sind nur handwerkliche Tätigkeiten an den Spielgeräten. Hier geht Sicherheit vor Spareffekt. Sind Spielgeräte beschädigt, würden sie von Profis repariert, erklärte Birgit Tupat.

Das Treffen im Niggenhuser Hof zeigte: Den Bürgern ist durchaus an den Spielflächen gelegen. Ihren aktiven Einsatz belohnt die Gemeinde mit einem Obolus von 100 Euro im Jahr, wobei allen Beteiligten bewusst ist, dass dies nur eine kleine Anerkennung sein kann. Langfristiges Ziel der Gemeinde ist, den Bauhof zu entlasten. „Ohne aber dabei Personal in diesem Bereich einzusparen“, betonte Stefan Herbel.

Das Bauhof-Team will den Spielplatzpaten zunächst beratend zur Seite stehen. In einem in Kürze anberaumten Ortstermin wollen die Mitarbeiter den Paten erklären, mit welchem Gerät sie am besten zum Rasenmähen oder Unkrautentfernen anrücken. Idealerweise greifen die Arbeitspläne der Ehrenamtler dann schon ab Juni. Durch den Patenschaftsvertrag sind sie abgesichert. Sollte ihnen während der Spielplatzpflege etwas passieren, greift der Versicherungsschutz der Gemeinde.

Interessenten, die sich an der Pflege der Spielplätze beteiligen möchten, können sich an das technische Bauamt der Gemeinde wenden (Tel. 0 23 52/93 83 24). ▪ Ina Hornemann

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