Ehrung für Bürgerbusverein

Verleihung des Ehrenamtspreises in Nachrodt-Wiblingwerde

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Das sind sie, die Ehrenamtspreisträger 2018

Nachrodt-Wiblingwerde - Weihnachtssterne gab es in Hülle und Fülle für die vielen Preisträger. Und so war Rot die vorherrschende Farbe im großen Sitzungssaal bei Holzrichter in Veserde - passend auch zum einen oder anderen Thema, das heftig im Rat diskutiert wurde: die Brücke, das Amtshaus, ansatzweise die Rastatt.

Doch Seite an Seite standen die Mitglieder des Rates beim warmherzigen Applaus für die Ehrenamtspreisträger.

Ausgezeichnet wurden Friedhelm Wolff und die Mitglieder des Bürgerbusvereins. „Dieser Preis kann das, was geleistet wird, nicht entschädigen“, sagte Bürgermeisterin Birgit Tupat, die Friedhelm Wolff und Dieter Nölke nach vorne bat, während viele Mitglieder des Bürgerbusvereins mit ihren roten Westen erwartungsvoll im Publikum saßen. Sie alle hörten eine herzliche Rede, in der ein Dank an alle Ehrenamtlichen der Gemeinde ging.

Bürgermeisterin Birgit Tupat gratulierte Dieter Nölke, Vorsitzender des Bürgerbusvereins, zum Ehrenamtspreis.

„Ein jeder von uns profitiert in irgendeiner Weise von ihnen. Dank an all die, die Tag für Tag ihre Freizeit opfern, um sich mit jeder Menge Herzblut und Leidenschaft für die Gemeinschaft einzusetzen“, so Birgit Tupat. Friedhelm Wolff, der Woche für Woche den Müll anderer aufsammelt, nannte sie einen „Mann der Tat“, einen Macher. „Was Sie leisten, ist etwas Besonderes. Nicht selten kassieren Sie abschätzige Blicke, denn für viele sind Sie nur ein Müllsammler.

Sie meckern nicht. Sie handeln. Von der Lenneterrasse über das Langenstück bis zum Stadion. Sie agieren ohne Publikum, ohne großes Aufsehen. Es gibt bestimmt Hobbys, die mehr Spaß machen, als den achtlos weggeworfenen Müll der Mitbürger aufzusammeln. Wir haben es Ihnen zu verdanken, dass das Spazieren gehen an der Lenne so viel Spaß macht. Von uns bekommen Sie heute unsere volle Anerkennung. Schön, dass es Menschen wie Sie gibt.“

25 aktive Fahrer

 Ohne die Bürgerbusfahrer wären viele Menschen in der Gemeinde nicht mobil. „Durch diese starke Truppe bekommt der öffentliche Personennahverkehr ein neues Gesicht. Gerade in unserer Gemeinde mit den vielen kleinen Dörfern und Außenbezirken war und ist Mobilität ein großes Thema“, so Bürgermeisterin Birgit Tupat, die von der Erfolgsgeschichte des Bürgerbusvereins mit heute 800000 gefahrenen Kilometern in 22 Jahren erzählte.

Der Bürgerbus, so Tupat, die selbst regelmäßig hinter dem Lenkrad sitzt, „ist weit mehr als die Möglichkeit, von A nach B zu kommen. Im Bus werden auch Kontakte geknüpft. Gerade ältere Bürger freuen sich, hier auf andere Menschen zu treffen. Wir Fahrer sind mehr als Chauffeure. Wir sind auch Zuhörer, Problemlöser und Freunde. Über die Jahre haben sich echte Freundschaften mit dem einen oder anderen Stammfahrgast entwickelt.

Wer Bürgerbus fährt, der tut es aus Überzeugung, aus dem festen Willen heraus, etwas für seine Mitbürger zu tun. Und ich kann Ihnen sagen: Das macht Spaß, erweitert den eigenen Horizont und gibt einem das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben. Denn die Dankbarkeit der Fahrgäste spricht Bände.“ Der Ehrenamtspreis 2018 ging an alle aktiven Fahrer und an die zahlreichen Helfer im Hintergrund.

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