Lieblingstermin ist der 19.9.2019

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Unterm freiem Himmel können Paare aktuell nur bei Spelsberg heiraten. Die Lenneterrasse steht nicht mehr zur Verfügung.

Nachrodt-Wiblingwerde – „Richtig verheiratet ist der Mann, der jedes Wort versteht, das seine Frau nicht gesagt hat“, soll Alfred Hitchcock gemeint haben. 1980, als er starb, hatten sich 496603 Paare in Deutschland das Ja-Wort gegeben. 1950 waren es noch 750452 Eheschließungen gewesen, 2017 wurden 407493 gezählt. Und aktuell vor Ort? 131 Eheschließungen gab es im vergangenen Jahr in Altena und Nachrodt.

Sehr beliebt ist augenscheinlich eine Trauung im Schlosshotel Holzrichter. Dort gaben sich 31 Paare das Ja-Wort. In diesem Jahr stehen ein paar Veränderungen an. Denn es gibt einen neuen Standesamtsvertrag. Nachdem die Standesämter Altena und Nachrodt-Wiblingwerde zunächst miteinander kooperierten, dann fusionierten und es nun das Standesamt „Untere Lenne“ für die beiden Nachbarstädte gibt, mussten auch die Verträge angepasst werden.

Und während früher die Trauorte für Trausamstage festgelegt wurden, gibt es jetzt nur Termine. Die erste Anmeldung gibt dann an, wo der Trauort ist. Möchte also ein Pärchen beispielsweise an einem ganz bestimmten Samstag bei Spelsberg am Brunnen heiraten, kann sich das zweite Pärchen nicht bei Holzrichter das Ja-Wort geben und umgekehrt. Die erste Anmeldung bestimmt also, wo der Trauort ist. Und das hat ganz praktische Gründe, wie Standesbeamtin Natascha Handschak erklärt.

 „Es stehen zwei Standesbeamte an den Samstagen zur Verfügung. Einer übernimmt die Trauungen, der andere springt im Notfall ein.“ Eine Hin- und Her-Reise von einem Trauort zum anderen, von Nachrodt-Wiblingwerde nach Altena und zurück ist zu zeitaufwendig. Möglich ist dagegen aber eine Trauung im Schlosshotel und in der Heimatstube an einem Tag. „Das kann man aufgrund der kurzen Entfernung gut nacheinander managen“, sagt Natascha Handschak.

 Apropos Heimatstube: Von zwei Trauungen in 2017 auf drei Trauungen in 2018 hält sich der Anstieg noch in Grenzen. Das humorige Begleitprogramm der Mitglieder des Heimatvereins und das romantische Ambiente müssen sich wohl noch herumsprechen.

 Insgesamt geht der Hochzeitstrend ein klein wenig nach oben: Von 56 Trauungen in der Gemeinde in 2017 auf 62 in 2018. Im Amtshaus in Nachrodt fanden übrigens 28 Eheschließungen im vergangenen Jahr statt, in der Burg Holtzbrinck 25, im Rathaus Altena 31 und auf der Burg Altena 13. Angeboten wird nicht mehr eine Hochzeit an der Lenneterrasse, denn nachdem die Rastatt geschlossen wurde, gibt es bei strömenden Regen oder Starkwind keine Ausweichmöglichkeit mehr für die Brautleute und Gäste. Und das Wetter kann ja durchaus unberechenbar sein. Dafür ist jetzt das Kaminzimmer im Gasthof Spelsberg am Großendrescheid als Trauort hinzugekommen.

Bei Spelsberg besteht auch die Möglichkeit einer Outdoor-Hochzeit am Brunnen. Für dieses Jahr sind schon einige Hochzeiten geplant – allein vier Pärchen geben sich in diesem Januar das Eheversprechen. Und es gibt bereits fünf Voranmeldungen für den Lieblingstermin 19.9.19. Von den Heiratswilligen zu den Geburten: Es gab vier Hausgeburten in der Gemeinde. Kinder, die in einer Klinik im Umkreis geboren wurden, werden in der jeweiligen Stadt angemeldet, nicht beim Standesamt Untere Lenne, das auch 172 Sterbefälle im vergangenen Jahr registrierte.

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