Reiseerinnerungen für die Ewigkeit

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Während der Reise nach Tibet besuchten Edith und Gerhard Schaffeld auch den Potala-Palast in 3700 Metern Meereshöhe, einst offizielle Residenz und Regierungssitz der Dalai Lamas.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Von ihrem Besuch der Panda-Aufzuchtstation in Chengdu zehren Edith und Gerhard Schaffeld noch heute. Das reisefreudige Ehepaar aus Nachrodt bereitet seine Reiseerinnerungen immer in einer Medienschau auf.

Als begeisterte Anhänger des Computer-Programms M.objects wissen Schaffelds besonders zu schätzen, dass in die Fotoschauen nun auch komplette Videos eingebaut werden können.

Es sind Reiseberichte für die Ewigkeit, die im Arbeitszimmer der Schaffelds entstehen. Zahlreiche Einzelaufnahmen werden zu beeindruckenden Panoramen zusammengefügt. Fließende Übergänge und Musiksequenzen wie in einem Kurzfilm sind ein Genuss für Augen und Ohren. Krönung jeder Medienschau: Der selbst verfasste und per Mikrofon aufgezeichnete Text, der im Hintergrund die Impressionen ergänzt. Während bei der klassischen Dia-Schau mit Projektor einst jedes Motiv mühsam erläutert wurde, können sich Schaffelds jetzt selbst entspannt zurücklehnen, wenn Freunde und Bekannte Lust auf einen medialen Ausflug in die weite Welt haben.

„Wir werden immer mehr“, freut sich Gerhard Schaffeld über die wachsende Begeisterung von Medienschauen. In zwei Arbeitskreisen ist er aktiv, die Gruppe „Neue Medien“ trifft sich zwei Mal jährlich in der Burg Holtzbrinck in Altena. Nur am kommenden Wochenende ist das Halbjahrestreffen ausnahmsweise in das Haus des Arbeitgeberverbands in Lüdenscheid verlegt worden. M.objects-Firmenvertreter Steffen Richter stellt die neue Programmversion vor. 25 Teilnehmer aus dem Märkischen Kreis, aus Münster, Essen und dem Hochsauerlandkreis haben sich angemeldet. Weil moderne Spiegelreflexkameras mittlerweile auch Videos in bester Qualität aufzeichnen, lässt das neue Programm auch zu, dass solche Bewegtbilder in eine Medienschau eingebaut werden können. „Das ist attraktiv, wenn man rauschendes Wasser oder spielende Kinder aufgenommen hat“, so Gerhard Schaffeld.

Edith und Gerhard Schaffeld haben diese Technik in die Impressionen ihrer Weltreise vom Herbst 2012 schon eingebaut. China und Tibet haben die beiden Nachrodter bereist. Erstmals waren sie 1997 dort. „China hat sich sehr verändert“, erklärt Edith Schaffeld. Mit dem neuen Großflughafen ist eine ganze Stadt gewachsen. Das Ehepaar reiste von Shanghai nach Chengdu, landete anschließend 500 Kilometer vor Lhasa und legte den Rest der Strecke bis zur tibetischen Hauptstadt per Bus zurück. Bis Cian brachte die Reisegruppe eine Eisenbahn auf der höchstgelegenen Bahnstrecke des Landes. Die Fenster durften auf einer Höhe von 5000 Metern nicht geöffnet werden.

Mehrmals ging es für Schaffelds hoch hinaus während ihrer Reise, besonders am Potala-Tempel, der einstigen Heimstätte des Dalai Lamas. Viele Treppen führen dort hin und die Gruppe musste häufig rasten, um ins Tempelinnere zu gelangen – „aber es hat sich gelohnt“, beschreiben Schaffelds den Ausflug. Für das fotoaffine Paar war es natürlich eine Überwindung, an sämtlichen heiligen Stätten des Landes die Kamera in der Tasche lassen zu müssen, doch die Kontrollen waren scharf. Vor den Tempeln allerdings gab es nicht minder schöne Motive. Bunte Gebetsflaggen, goldene Gebetsmühlen und Menschen, die durch die ständige Wiederholung der Mantras ein gutes Karma heraufbeschwören, zeugen noch heute von alter tibetischer Tradition, auch wenn sich das autonome Gebiet der Volksrepublik im Wandel befindet. Europäer als Touristen sind wegen der strengen Einreisebestimmungen rar gesät. „Teilweise waren wir die einzigen. Dafür reist heute die finanzstarke chinesische Mittelschicht durch das ganze Land.“

Schaffelds wollen sich in Zukunft auch eher auf das Naheliegende konzentrieren und verstärkt Europa bereisen. Nicht nur eine Medienschau erinnert später an die herrlichen Reiseimpressionen, sondern auch ein Kalender mit Fotos, der dem Paar regelmäßig das Frühstück versüßt. ▪ Ina Hornemann

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