Dritter Roman von Mark Fahnert / Wiebke-Meinert-Trilogie

 „Echo des Verrats“: Neuer Thriller von Autor aus dem MK

Am 1. Juli erscheint der Thriller „Echo des Verrats“ von Mark FahnertAm 1. Juli erscheint der Thriller „Echo des Verrats“ von Mark Fahnert
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Am 1. Juli erscheint der Thriller „Echo des Verrats“ von Mark Fahnert

Haarscharf ist Wiebke Meinert den Old Men entkommen – einer Gruppe von ehemaligen Agenten, die im Verborgenen die Geschicke Europas lenken. Nicht im idyllischen Höhendorf, wo die Story erfunden wurde, sondern in Hamburg, Berlin und auf einer Polarinsel in Russland. „Echo des Verrats“ heißt der Thriller von Mark Fahnert, der am 1. Juli erscheint, und mit dem er die Wiebke-Meinert-Trilogie vollendet.

Nachrodt-Wiblingwerde - Vielleicht sind jetzt auch bald Lesungen möglich. Denn es dürften alle Fans „hungrig“ sein, die nach „Lied des Zorns“, in dem es um die Verhinderung eines islamistisch-motivierten Anschlags geht, „Klang des Feuers“, in dem illegale Waffengeschäfte von Deutschland in den Sudan im Mittelpunkt stehen, das „Echo des Verrats“ kaum erwarten können. Thema: Manipulationen und korrupte Politiker. Und die Frage aller Fragen: Wird Wiebke Meinert jetzt ihre Schwester finden?

Im renommierten Piper-Verlag erschienen

„Alle drei Bücher haben gemeinsam, dass sie super spannend sind“, sagt Mark Fahnert. Ein bisschen stolz ist er schon. Und das darf der Nachrodt-Wiblingwerder auch sein. Denn seine Thriller sind im renommierten Piper-Verlag erschienen, fast wie am Laufband eigentlich sogar. Erst am 2. November vergangenen Jahres kam das zweite Buch heraus, jetzt das nächste. Dass der Lockdown allerdings eine große Popularität verhindert hat, versteht sich fast von selbst. Doch das könnte sich nun ändern. Die Gesellschaftskritik, die sich durch alle drei Bücher zieht, dürfte niemandem verborgen bleiben.

Komplex sind die Bücher von Mark Fahnert – und von Schnulzen weit entfernt. Sehr weit. „Die Herausforderung war jetzt, dass ich alles, was ich in Band 1 und 2 geschrieben habe, in Band 3 zum Abschluss bringen musste und natürlich wollte“, erzählt der Schriftsteller, der im wahren Leben als Polizist arbeitet. Natürlich hatte er einen Abgabetermin für das Buch, den er gern einhalten wollte. „Ich habe einen Monat länger gebraucht“, erzählt er schmunzelnd. Er schreibt frühmorgens. Jeden Morgen.

Online-Lesungen für schlecht befunden

„Ich hoffe, dass ich Lesungen machen kann. Denn als frischer Autor – und ich sage mal ganz arrogant, der ganz gute Bücher schreibt, – geht man natürlich sonst unter“, witzelt Mark Fahnert. Statt in Buchhandlung auszuliegen und allein schon durch die Einbände aufzufallen, konnten die Bücher durch den Lockdown zwar viele Insider, aber nicht die breite Thriller-Fan-Gemeinde erreichen.

Online-Lesungen hat Mark Fahnert versucht. Und für schlecht befunden. „Ich brauche die Interaktion mit den Menschen“, erzählt der 47-Jährige. „Mir persönlich macht die Lesung schon keinen Spaß, wenn ich nur mein eigenes Gesicht auf dem Bildschirm sehe. Ich bin auch kein Youtuber und verstehe auch gar nicht, dass das so gehypt wird. Allerdings würde das mit Büchern auch nicht gut funktionieren“, glaubt er.

„Man braucht Leute, die die Wahrheit sagen“

Die von ihm erfundene Wiebke Meinert, faszinierende Protagonistin seiner Romane, mag Mark Fahnert immer noch selbst sehr gern. „Ich hätte gern noch weitergemacht, weil sie so rotzig ist. Und in der heutigen Gesellschaft braucht man Leute, die die Wahrheit sagen“, findet Mark Fahnert und gibt ein Beispiel aus seinen Romanen: „Im Band zwei gibt es einen kritischen Moment, wo Waffen in den Sudan verkauft werden sollen, um einen terroristischen Anschlag in Deutschland zu verhindern. Aber man weiß, wenn man Waffen in den Sudan verkauft, wird dort Krieg herrschen. Die Antwort von Wiebke war: ,Welche Arroganz besitzt ihr zu entscheiden, welches Leben wertvoller ist, die eines Deutschen oder eines Sudanesen?’ Das sagt sie und das ist das, was mir an ihr gut gefallen hat.“

Nächster Roman in Arbeit

Übrigens: Trotz Trilogie kann man die Romane unabhängig voneinander lesen. Aber um Zusammenhänge zu verstehen, ist es durchaus ratsam, vorne anzufangen. „Die Geschichte breitet sich von Band 1 bis 3 komplett aus. Man kann die Bücher einzeln lesen, man muss aber dann damit leben können, dass es in Band 2 Andeutungen gibt, die man nur versteht, wenn man Band 1 gelesen hat.“

Spannend, unterhaltsam und eine Auseinandersetzung mit dem Leben, manchmal unfassbar nah an der Realität: Das macht einen guten Thriller aus. Mark Fahnert schreibt bereits am nächsten Buch, in dem es – so viel sei verraten – um eine europäische Polizei geht. Und möglicherweise um einen reisenden Serienkiller, der in Spanien, Portugal, Deutschland und in den Niederlanden mordet.

Nicht eine Heldin wie Wiebke, sondern die klassische Konstellation Mann/Frau, ein albanischer Polizist und eine deutsche Kriminalbeamtin aus Bayern entstehen aus der Feder von Mark Fahnert, der sich nicht „leergeschrieben“ fühlt. „Es gibt unheimlich viele Ausreden, nicht schreiben zu müssen: Playstation, Kopfschmerzen, zu müde, zu wach, der Tag ist so schön. Wenn man aber schreiben möchte, braucht man eine Routine.“

Echo des Verrats, erscheint am 1. Juli, 400 Seiten, EAN 978-3-492-06228-2, 12,99 Euro.

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