Forstbetriebsgemeinschaft trifft sich / 22 750 Pflanzen wurden in 2016 neu gesetzt

Durchforstungen sind nötig

+
Gut besucht war die Versammlung der Forstbetriebsgemeinschaft. In diesem Jahr stehen Waldkalkungen an.

Nachrodt-Wiblingwerde - Nach Kyrill wird es so langsam wieder ruhig bei der Forstbetriebsgemeinschaft. Vielleicht sogar schon ein wenig zu ruhig. Denn hier und da wäre eine Durchforstung angebracht, wie Förster Christof Schäfer im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft im Schlosshotel Holzrichter erklärte.

Etwa 35 Mitglieder hatten sich dort versammelt. Insgesamt gehören derzeit zur FBG 1320 Hektar Mitgliedsfläche. Durchschnittlich hat also jedes der 114 Mitglieder 11,57 Hektar Wald. Natürlich ist dieser Durchschnittswert nicht reell. Denn die meisten haben deutlich weniger als zehn Hektar. „Im vergangenen Jahr haben wir wieder einiges aufgeforstet. Auf acht Hektar wurde gearbeitet. Insgesamt wurden rund 22 750 Pflanzen gesetzt. Davon waren 20 000 Nadelholz“, berichtete Schäfer.

Förster Christof Schäfer.

Doch immer noch sind die Folgen von Kyrill zu spüren. Auf den aufgeforsteten Flächen musste Kulturpflege betrieben werden. So musste auf 16 Hektar Adlerfarn, Brombeere und Birken beschnitten werden. Sie nahmen den kleinen Bäumen das nötige Licht zum Wachsen. Außerdem wurde intensiver Fegeschutz betrieben, damit die Böcke nicht ihr Gehörn an den jungen Bäumen abreiben und sie so beschädigen. „Dafür haben wir 500 Kilogramm Schafwolle verteilt. Für die 16 Einzelmaßnahmen waren wir insgesamt 178 Stunden im Einsatz“, berichtete der Förster. Große Sorgen macht sich der Waldexperte um die Eschen: „Denen könnte es bald so gehen wie einst den Ulmen. Wir können immer wieder sehen, dass welche absterben.“ Schuld daran sei ein Pilz, der die Triebe absterben lasse. Für 2017 sei derzeit eine umfangreiche Bodenschutzkalkung geplant. Zunächst einmal für das Gebiet zwischen Veserde und Brenscheider Mühle. „Im Bereich Kreinberg/Opperhusen geht das wegen der Straßensperrungen nicht“, erklärte Schäfer. Die Kalkung mache jetzt Sinn, da auch auf den Kyrillflächen kaum noch Gefahr durch Verkrautung bestehe. Die Aktion könne allerdings nur durchgeführt werden, wenn genug Waldbesitzer mitmachten. I

500 Hektar

nsgesamt müssten mehr als 500 Hektar zusammenhängend bearbeitet werden, damit sich die Aktion auch lohnt. Vorab müssen jedoch noch Bodenproben entnommen werden. Wenn alles klappt, soll die Aktion im Herbst durchgeführt werden. Im Rahmen der Vorstandswahlen gab es keine großen Veränderungen. Lediglich der vierte Beisitzer Walter Weustermann gab sein Amt aus Altersgründen ab. Für ihn wählten die Mitglieder seine Tochter Regina Bräuer-Weustermann einstimmig in den Vorstand.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare