Die wilde Kuh am Dümpel: Veterinäramt gibt Entwarnung

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Symbolbild

Nachrodt-Wiblingwerde - „Alles gut“, sagt das Veterinäramt des Märkischen Kreises. Der Kuh geht es gut. Das Tier sorgt seit einiger Zeit für helle Aufregung am Dümpel, weil es einsam und verlassen den Winter in Nachrodt verbringt.

Beim Auftrieb im Oktober war sie nicht der Herde gefolgt, sondern hatte das Weite gesucht. „So lange sie in Ruhe leben kann, ist es das Paradies für sie“, sagt Besitzer André Höll, der mit Hilfe einer anderen Kuh in diesen Tagen versuchte, das „wilde Milchvieh“ nach Hause zu locken. Vergeblich.

Unterdessen machen sich Anwohner und Spaziergänger große Sorgen um die Kuh, die sich gern mal im Wald versteckt, die aber auch auf der Straße am Dümpel umherläuft. Ihre Hinterlassenschaften sind nicht zu übersehen.

Wird sie bald auf der B236 stehen? „Sie läuft nicht auf die Straße“, meint André Höll. Man sollte nicht hinter ihr herlaufen und versuchen, sie einzufangen. Auch nicht mit einem Lasso. „Dann gerät sie nur in Panik.“ Verärgert ist der Bauer über einige Tierschützer, „die die Leute aufhetzen“ und ständig das Veterinäramt informieren.

Tatsächlich, so die Auskunft von Kreissprecherin Ulla Erkens, macht laut Veterinäramt der Winter der Kuh nichts aus. „Sie lässt sich nicht einfangen, hat aber auch genug Nahrung und auch Möglichkeiten, Windschutzbereiche zu finden“, so Ulla Erkens.

Auf der Facebook-Seite „Wir sind Nachrodter, weil...“ übertreffen sich dagegen die besorgten Kommentare: „Es ist Tierquälerei, weil Kühe Herdentiere sind. Erst wenn das Rind tot auf der Weide liegt, heißt es, warum hat keiner was gemacht“, ist dort unter anderem zu lesen.

Gerüchte, wonach die Kuh kürzlich gekalbt hat, sind laut Bauer Höll nicht wahr. „Sie ist nicht sozial gebunden. Wir denken, dass es ihr gut geht. Die Futtergrundlage ist gegeben. Wir haben ein paar Mal versucht, sie anzufüttern, aber auch das hat nicht geklappt. Sie frisst ihr Gras. Beim Neuauftrieb im April werden wir sie wieder an die Herde gewöhnen“, verspricht André Höll.

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