„Dschungelbuch“ feiert Premiere in der Lennehalle

Die Kostüme sind schon fertig, Moglis Abenteuer im Dschungel kann beginnen. Ab Samstag führen die Laienschauspieler vom Amateurtheater „Brettken am Drögen Pütt“ Rudyard Kiplings „Dschungelbuch“ auf. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Die letzten Gummibänder sind vernäht, die Kostüme auf Maß gebracht und die noch fehlenden Details angesteckt – somit konnte die erste Kostümprobe des Amateurtheaters „Brettken am Drögen Pütt“ am Mittwoch in perfekter Montur stattfinden. Die Premiere steht an diesem Wochenende an.

Auch das Bühnenbild für die insgesamt fünf Aufführungen von „Das Dschungelbuch“ steht größtenteils. Das Menschendorf, der Dschungel, die Wolfshöhle und der Affenfelsen sind fertig. Lediglich in der Affenstadt muss das Brettken-Team noch Hand anlegen.

Seit Montag werkeln die Darsteller an ihrem aufwändigen Bühnenbild, die Lennehalle verwandelte sich im Lauf der Woche mehr und mehr zu einem dichten Urwald. Dabei bewiesen die Bühnenbilder einmal mehr ein Auge für die kleine Besonderheiten, die das große Gesamtbild perfekt erscheinen lassen. Zwar brachte das Brettken-Theater „Das Dschungelbuch“ schon einmal auf die Bühne, doch die Kulisse musste für die Neuauflage nahezu komplett neu hergestellt werden. Ähnlich sah es auch bei den Kostümen aus. Vor zwei Monaten begannen die Näharbeiten. In erster Linie zeichnen Ilse Alexius und Christian Schmidt für das Einkleiden von Mogli, Balu und Co. verantwortlich. Und sie haben dabei jede Menge Kreativität bewiesen. Für Michael Krüger, der die Schlange Kaa verkörpert, verlängerte das Kostümbildner-Team einen Handpuppen-Schlangenkopf. Sieben Meter lang ist jetzt der Schlangenschwanz, den sich Michael Krüger bei seinem Auftritt um den Körper wickeln wird. Balu der Bär alias Horst Schröder wird stattdessen in einen Reifrock, umnäht mit braunem Plüschstoff, steigen, um optisch möglichst viele Pfunde auf die Waage zu bringen.

Viel zu tun bekommen vor den Auftritten auch die Maskenbildner. Zwölf Erwachsene und zwölf Kinder wollen aufwändig als Affen, Wölfe, Tiger, Bären und Panther geschminkt werden. Während Christian Schmidt und Lars Giesen die Erwachsenen verwandeln, übernimmt Manuela Witt diese Aufgabe bei den Kindern. Drei Stunden vor Aufführungsbeginn müssen die ersten Darsteller bereits in der Maske sitzen, um rechtzeitig fertig zu werden.

Vor 15 Jahren haben die Amateurschauspieler aus der Doppelgemeinde das „Dschungelbuch“ schon einmal aufgeführt. „Damals war es sehr melancholisch, etwas dunkel gehalten. Das hatte sicherlich auch seinen Reiz, aber die Fassung gefiel uns heute nicht mehr so sehr. Heute ist es wesentlich bunter, fröhlicher, und es werden die angenehmen Seiten des Dschungellebens nach vorne gestellt; sehr viel versöhnlicher“, versicherte Regisseur Dr. Michael Podworny, dass die aktuelle Inszenierung kein Abklatsch der 1996er Auffpührung werden wird. Garniert wird das 90-minütige Abenteuer mit sieben Musikstücken, komponiert von Sascha Fotiadis.

Premierenvorstellung ist am Samstag, 3. Dezember, um 17 Uhr in der Lennehalle. Weitere Aufführungen finden am 4. und 11. Dezember jeweils ab 16 Uhr sowie am 7. und 10. Dezember jeweils ab 17 Uhr statt. Einlass ist jeweils eine Stunde vorher. Der Eintritt kostet 6 Euro (Erwachsene) beziehungsweise 3 Euro (Kinder und Jugendliche). Im Vorverkauf sind die Karten unter anderem in der Gaststätte Zur Rastatt und in der Lotto-Filiale Schmalenbach in Nachrodt, bei Schreibwaren Dresel in Wiblingwerde, in der Buchhandlung Katerlöh und im Salon Heidrun Schick in Altena, in der „Kleinen Buchhandlung“ in Letmathe und bei „Schubidu“ in Lüdenscheid erhältlich.

Wer vorab einen Eindruck von der Aufführungen bekommen möchte, kann am Freitagabend, 2. Dezember, im WDR-Fernsehen einen Beitrag über das Brettken-Theater sehen. In der „Aktuellen Stunde“ von Studio Siegen wird ab 19.30 Uhr ein Beitrag über die Dschungelbuch-Proben in der Lennehalle gezeigt. ▪ sr

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