Ladesäulen funktionieren reibungslos

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Freuen sich, dass es drei Ladesäulen in der Gemeinde gibt: Bürgermeisterin Birgit Tupat, Marc Trappe (Mitte) und Frank Schorlemmer, Key Accountmanager Elektromobilität bei den Stadtwerken Iserlohn (links).

Nachrodt-Wiblingwerde – 280 Kilometer schafft der E-Golf, auch, wenn die Klimaanlage läuft. Dann muss er an das Kabel. In Nachrodt-Wiblingwerde geht das ab sofort an drei öffentlichen Ladesäulen, die jetzt „reibungslos funktionieren“, wie Frank Schorlemmer, Key Accountmanager Elektromobilität bei den Stadtwerken Iserlohn, versichert.

Mit Bürgermeisterin Birgit Tupat und Marc Trappe vom Bauamt der Gemeinde wurden die „Tankstellen für die Stromer“ ganz offiziell freigeschaltet. Als Dienstleister für die Gemeinde betreiben die Stadtwerke Iserlohn die Ladesäulen. 

Die Gemeinde ist Eigentümerin, kann aber natürlich nicht sicherstellen, täglich 24 Stunden eventuelle Probleme zu beheben. „Wir können das gewährleisten“, sagt Frank Schorlemmer. Es gibt eine Hotline für Notfälle - und das könnten beispielsweise Probleme beim Bezahlen oder mit dem Ladekabel sein. Nach ein paar Ansteuerungsproblemen funktionieren die Säulen jetzt einwandfrei. 

Es gibt zwei Freischalt-Möglichkeiten an den öffentlichen Säulen – mit den sogenannten RFID-Karten oder per App eCharge+ mit dem Smartphone.

Es gibt drei Standorte in Nachrodt-Wiblingwerde jeweils mit einer Säule, an der zwei Autos gleichzeitig Strom tanken können: am Amtshaus, am Gartenhallenbad und an der Kirche Wiblingwerde. Wie viele E-Autos mittlerweile Nachrodt-Wiblingwerder Bürgern gehören, ist nicht bekannt. In Iserlohn gibt es einen Anteil von 17 Prozent. Fakt ist: Es gibt einen Rekordwert bei der Anzahl der Neuzulassungen von Elektroautos in Deutschland – im Jahr 2019 wurden mit rund 63300 Stromern so viele Pkw mit reinem Elektroantrieb neu zugelassen wie nie zuvor. Die Anzahl der Neuzulassungen von Elektroautos hat sich seit dem Jahr 2015 nahezu verdreifacht und auch das Jahr 2020 scheint für die Pkw mit Elektroantrieb gut zu laufen; seit Jahresbeginn wurden laut Statista 61100 Exemplare neu zugelassen. 

Nach Ansicht von Frank Schorlemmer ist das erst der Anfang einer riesigen Erfolgsstory. Die Prognosen, so sagt er, ist ein Bundesschnitt in zwei Jahren von 40/ 45 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge. „Sämtliche Hersteller haben sich dafür in die Kurve gelegt, die Fahrzeuge kommen massiv auf den Markt.“ Und so funktionieren die Ladesäulen: Es gibt zwei Freischalt-Möglichkeiten an den öffentlichen Säulen – mit den sogenannten RFID-Karten oder per App eCharge+ mit dem Smartphone.

 Mit der App ist es auch möglich, den Standort der Ladesäulen zu finden und gleichzeitig zu sehen, ob sie auch verfügbar sind. Wenn am Ladepunkt 0075/5 am Amtshaus jemand Strom tankt, wird dies also angezeigt. Der Golf hat eine 37 Kilowattstunden-Batterie, der Ladepunkt hat 22 KW: Das Stromtanken dauert etwa zwei Stunden. Die Kilowattstunde kostet 39 Cent. Die Füllung für das Beispielauto würde 14 Euro kosten. 

Es gibt auch Schnell-Ladesäulen, die es aber nicht in Nachrodt gibt. „Wir werden drei Stück in Iserlohn aufbauen. Dann ist man in 21 Minuten fertig“, sagt Frank Schorlemmer. Wichtig zu wissen: Jeder, der mit seinem E-Auto an die Ladesäulen fährt, hat die Möglichkeit zu laden. Das bedeutet: Man kann auch mit Visa-Karte, Mastercard, EC-Karte oder PayPal bezahlen, „Das Ganze funktioniert über die App, die man sich herunterladen sollte“, so Frank Schorlemmer. 

Die App funktioniert bundesweit, „sogar europaweit“, versichert Frank Schorlemmer. Die Ladesäulen-Versorgung wächst und wächst. „Wir werden in Iserlohn final auf 130 öffentliche Ladepunkte kommen“, sagt Frank Schorlemmer, der seit Wochen nicht mehr in den Schlaf kommt, weil er so viele Anfragen bekommt. 

Die örtlichen Autohändler, so sagt er, verkaufen fast nur noch E-Autos. Für die Ladeinfrastruktur gab es eine Förderung vom Bund. Aufgrund eines Förderprogrammes wurde die Aufstellung von drei eStationen im Gemeindegebiet erstmals im November 2019 diskutiert. In diesem Zusammenhang boten die Stadtwerke Iserlohn der Gemeinde auch an, zwei VW e-up zu mieten. Die monatlichen Mietkosten für eine VW e-up betragen 149,91 Euro. In diesen Miet-kosten sind alle Wartungen und Reparaturen erhalten. „Es gibt Mitarbeiter, die regelmäßig im Außendienst sind. Die sausen dann damit durch die Gegend“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat.

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