Drehleiter-Problem: Alternativen prüfen

NACHRODT/ALTENA - Altena benötigt eine neue Drehleiter, bei der dortigen Feuerwehrleitung und in der Verwaltung befasst man sich intensiv mit dieser Thematik. 27 Jahre alt ist das Schätzchen. Nachrodt-Wiblingwerde ist natürlich auch betroffen. Denn: Sicherheitstechnisch wird das Gemeindegebiet durch die Altenaer Drehleiter mitversorgt. Es gibt an der Wiesenstraße und an der Kampstraße entsprechende Bauten, bei denen im Fall der Fälle die Drehleiter zum Einsatz kommen muss.

Wenn nun Altena einen neue Drehleiter anschaffen würde und es bei der aktuellen Vereinbarung bleibt, dann müssten die Nachrodt-Wiblignwerder sich auch finanziell an der Anschaffung beteiligen. Eine Drehleiter koste, so war zu vernehmen, um die 700 000 Euro. Wie die Fachbereichsleiterin „Sicherheit und Ordnung“, Birgit Tupat, erläuterte, gibt es Überlegungen, die Beteiligung nach dem Einwohnerschlüssel vorzunehmen. Altena würde angesichts leerer Kassen eine neue Drehleiter wohl auch leasen und nicht erwerben, an der Leasing-Rate würde sich die Doppelgemeinde beteiligten. Hinzu kommen gewaltige Kosten für die Unterhaltung. Auch da müsste die Gemeinde ihr Scherflein beitragen.

Eine eigene Drehleiter kommt für Nachrodt-Wiblingwerde wohl nicht in Frage, so war zu hören. Der Standplatz fehle, auch habe man wenig Kapazitäten, um Maschinisten auszubilden, laufend zu schulen und den Betrieb dann zu gewährleisten.

Angesichts der Kosten führt die Nachrodt-Wiblingwerder Verwaltung auch Gespräche mit der Wehr in Letmathe - auch dort gibt es eine Drehleiter. Wie Tupat weiter erläuterte, sei es dann aber auch Sache des Rates über Hilfsfristen zu entscheiden. Denn es gebe keine gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfristen beim Einsatz von Drehleitern. Die Ratsmitglieder könnten dann eben entscheiden, ob ihnen eine bestimmte Zeitspanne ausreiche.

Zur Drehleiter gibt es im übrigen eine technische Alternative - den Teleskop-Mast. So etwas ist für 600 000 Euro zu haben, unlängst hat man in Stadthagen ein solches Gerät angeschafft. Der Vorteil - der Mast schwankt nicht. Das Gerät ist genauer zu positionieren.

Und es gibt möglicherweise für die Nachrodt-Wiblingwerder noch die „Einsatz bezogene Abrechung“.

Wie dem auch sei: Das ganze wird akut. Die Lieferzeiten für Drehleitern und vergleichbare technische Geräte liegen wohl bei einem Jahr und es gibt die Ausschreibungsfristen. „Man muss in die Puschen kommen“, sagte Tupat. Will heißen, die Kosten müssten in den Haushalt eingebaut werden. Wenn jetzt bestellt würde, gebe es eine neue Drehleiter wohl erst 2012. - (vdB)

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