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Drachenzahn und der kleine Hugo: Kinder drehen besonderen Kurzfilm

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Von: Michael Koll

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Schon im Kindergarten soll den Mädchen und Jungs vermittelt werden, dass sie nicht nur passiv Medien konsumieren sollen, sondern mit eben diesen Medien ja auch kreativ selbst etwas machen können. Das ließ sich eine Projektgruppe in Wiblingwerde nicht zweimal sagen: Aus gesammelten Ideen entstand ein richtiger Kurzfilm, in dem ein Drachenkönig eine zentrale Rolle spielt.

Nachrodt-Wiblingwerde – „Wir haben Fotos gemacht und daraus wurde dann ein Video“, erklärte Helena fachkundig das Vorgehen. In den vergangenen drei Monaten arbeiteten fünf Mädchen und Jungen des evangelischen Kindergartens Wiblingwerde zusammen mit der Auszubildenden Marlin Schaefer an ihrem ersten eigenen Trickfilm.

Den präsentierten sie am Mittwoch in einer Art Vorpremiere zunächst ihren Eltern. Die nahmen den zweiminütigen Streifen verblüfft zur Kenntnis: „Du hast ja gar nichts davon zuhause erzählt?“, staunte eine Mutter. Ihr Steppke entgegnete: „Das war ja auch geheim.“

Die angehende Erzieherin Schaefer pflichtete ihm bei und erläuterte, dass selbst die anderen Kinder in der Einrichtung noch nichts von dem Kurzfilm wüssten: „Die werden ihn erst am Freitag zu sehen bekommen.“

Vorher werde sie ihn auf CDs brennen, damit die Mamas und Papas der kleinen Filmemacher ihn sich auch zuhause immer wieder anschauen können. Erzählt wird die Geschichte von einem Drachenkönig und seinem Sohn. Drachenzahn und der kleine Hugo finden einen Schatz, zu dem unter anderem eine Banane und ein Fußball gehören.

Und zum Schluss der rund 120 Sekunden sind auch die fünf Vier- bis Sechsjährigen zu sehen, die die Geschichte erdacht haben.

„Und sie haben den Film auch ganz eigenständig erstellt“, lobt die 21-jährige Schaefer. „Ich war eigentlich nur die stille Beobachterin.“ Und dann gesteht sie: „Ich musste mich ja auch erst mit der App und all diesen Medien selbst auseinandersetzen.“ Im Rahmen ihrer Erzieherinnen-Ausbildung musste die junge Frau ein Projekt durchführen.

Den Kindern sollte so vermittelt werden, dass sie nicht nur passiv Medien konsumieren sollen, sondern mit eben diesen Medien ja auch kreativ selbst etwas machen können.

„Die Mädchen und Jungen waren mit enormer Ausdauer und Geduld bei der Sache“, staunte Schaefer auch bei dieser Vorpremiere noch. „Ida, Helena, Malia, Mattes und Iljas haben viel schneller begriffen als ich, wie das alles funktioniert und welche Knöpfe sie wann drücken mussten.“

Zwei Mal wöchentlich – damit das geheime Projekt nicht allzu sehr auffällt – haben die fünf mit der werdenden Erzieherin gewerkelt. Eines ist Marlin Schaefer dabei besonders aufgefallen: „Die Kinder sind wahnsinnig perfektionistisch. Wenn auf einem Foto noch ein Finger am Rand zu sehen war, dann musste das Bild neu gemacht werden.“

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