Konzept für Spielplätze

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Planerin Christina Peterburs_vom Dortmunder Büro Stadt-Kinder zeigte dem Sozialausschuss, wie man die Spielplätze der Doppelgemeinde in einem verbundenen Konzept aufwerten könnte.

Nachrodt-Wiblingwerde - Braucht die Doppelgemeinde ein Spielplatz-Konzept? Diese Frage hat sich der Ausschuss für Soziales und Kultur am Dienstagabend erstmals angenähert.

In der Sitzung stellte sich das Büro Stadt-Kinder aus Dortmund vor, das sich auf solche Aufgaben spezialisiert hat. Stadtplanerin Christina Peterburs stellte dem Gremium Möglichkeiten vor, die öffentliche Spielflächen in bei den Gemeindeteilen in einem gemeinsamen Konzept zu erfassen, zu bewerten und Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Kinder, das berichtete die Stadtplanerin aus ihrer beruflichen Praxis, würden die Ausstattung von Spielplätzen oftmals als sehr gleichartig empfinden. Als Beispiel nannte Peterburs die „silberne Rutsche“, die sich auf nahezu jeder Fläche wiederfinde.

Dabei zeige eine aktuelle Studie des Deutschen Kinderschutzbundes, dass gerade es gerade die Attraktivität einer Anlage ist, die darüber entscheidet, ob und wie ein Spielplatz als solcher angenommen wird. Ein richtig ausgestatteter und gestalteter Platz binde die Kinder nach dieser Studie bei einem Besuch für volle zwei Stunden. Handelt es sich aber um einen lieblos oder langweilig gestalteten Platz, verbringen die Junioren im Schnitt dort gerade einmal 15 Minuten.

Peterburs riet dazu, die Spielplätze der Doppelgemeinde systematisch zu entwickeln und an unterschiedliche Zielgruppen anzupassen. So empfehle sich für Kinder im Alter bis zu sechs Jahre ein möglichst wohnortnahe Anlage, für ältere Junioren komme aber auch ein zentraler, großer Platz mit entsprechenden Highlights in Betracht. Ausschussmitglied Ronny Sachse hatte die Frage aufgeworfen, ob je ein großer Platz für Nachrodt und einer für Wiblingwerde grundsätzlich sinnvoll sein könnte.

Am Anfang stehe eine Bestandsaufnahme, bei der jeder Platz in einem „Steckbrief“ beschrieben werde. Der Steckbrief enthalte dann auch Empfehlungen für Verbesserungsmaßnahmen und weise einen geschätzten Investitionsbedarf aus. Im öffentlichen Teil unbeantwortet blieb die Frage nach der Finanzierung der Dienstleistung der Planer. Auch stand die Frage im Raum, ob Fördertöpfe in Anspruch genommen werden können.

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