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„Die Not ist riesengroß“: 5000 Euro für die Tafeln

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Annette Wesemann (4. von rechts) und Manuela Becker nahmen die Spenden von Praedata für die Tafeln von Amaan Haqiq, Yannik Schwarz, Lennard Barsekow und Uwe Hell (rechts) entgegen.
Annette Wesemann (4. von links) und Manuela Becker nahmen die Spenden von Praedata für die Tafeln von Amaan Haqiq, Yannik Schwarz, Lennard Barsekow und Uwe Hell (rechts) entgegen. © Fischer-Bolz, Susanne

„Es gibt kaum etwas Schlimmeres, als nichts zu Essen zu haben. Wir leben in einer Zeit, in der die Not vieler Menschen riesengroß ist. Da möchten wir helfen“, sagt Yannik Schwarz, der mit Amaan Haqiq und Lennard Barsekow die Spenden des Unternehmens Praedata überreichte. 5000 Euro gehen an die Tafeln in Altena, Lüdenscheid und Iserlohn.

Nachrodt-Wiblingwerde – Dankbar nahmen Annette Wesemann als Organisatorin der Tafelausgaben in Altena und Manuela Becker von der Lüdenscheider Tafel den symbolischen Scheck in Nachrodt entgegen. Der Geldsegen wird auf die Konten überwiesen. Altena ist eine Zweigstelle der Lüdenscheider Tafel, sodass es einen engen Kontakt und eine enge Zusammenarbeit gibt. Der Bedarf ist riesig. Und wächst von Tag zu Tag. Dreimal wöchentlich öffnet die Tafel in Lüdenscheid, versucht, 1000 Kunden zu versorgen, während es in der Burgstadt monatlich zwei Essens-Ausgaben gibt – an jedem ersten und zweiten Dienstag. Unter den 350 Tafelgästen sind auch einige aus Nachrodt-Wiblingwerde. Die Nutzerzahl hat sich in kurzer Zeit fast verdreifacht.

„Wir sind dankbar für alles“

An personeller Unterstützung fehle es übrigens nicht, „auch junge Menschen nehmen sich extra frei, um uns zu unterstützen“, sagt Annette Wesemann. Doch die Lebensmittel sind knapp. Und teuer. Die Preise für Nahrungsmittel sind im Schnitt um 20,3 Prozent gestiegen. Betroffen sind auch Grundnahrungsmittel wie Brot, Gemüse und Butter. „Wir sind deshalb dankbar für alles“, so Manuela Becker.

Angst, dass nichts mehr da ist

In Altena stehen die Menschen am Ausgabetag schon morgens in der Schlange am Stellwerk an der Lüdenscheider Straße. „Weil sie Angst haben, dass nichts mehr da ist, wenn sie drankommen“, weiß Annette Wesemann. Die Situation an der Hauptstraße sei dann durchaus auch brenzlig, wenn Mütter mit ihren Kindern dort stünden. Ein anderer Ort wäre zwar wünschenswert, doch müssten die Räume dann kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Das Stellwerk ist mietfrei, und so kann jeder Cent in die eigentliche Hilfe gesteckt werden.

Wie kann dauerhaft geholfen werden?

Praedata unterstützt bereits im dritten Jahr in Folge die Tafeln. Die Spenden sind mithilfe einer Pfandbox zusammengekommen, die die Mitarbeiter für den guten Zweck gerne füllten. Uwe Hell, Gründer und Seniorchef von Praedata, überlegt, wie dauerhaft geholfen werden kann. Denn viele Menschen haben Existenzängste und Sorgen, wie sie Lebensmittel, Wohnen und Heizen zahlen können.

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