Klimaschutzkonzept für Nachrodt-Wiblingwerde

Klima-Katalog für 15 Jahre

Der Kreis koordiniert das Klimaschutzkonzept für acht Kommunen.
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Der Kreis koordiniert das Klimaschutzkonzept für acht Kommunen: Das Konzept stellen (v.l.) Antonius Wiesemann (Bürgermeister Neuenrade), Birgit Tupat (Bürgermeisterin Nachrodt-Wiblingwerde), Ulrich Schulte (Bürgermeister Plettenberg), Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper, Michael Brosch (Bürgermeister Halver), Olaf Stelse (Bürgermeister Kierspe) und Landrat Marco Voge vor.

Jetzt kann ein Klimaschutz-Manager eingestellt werden - die Weichen sind gestellt. Und viel zu tun hat er in Nachrodt-Wiblingwerde auf jeden Fall.

Nachrodt-Wiblingwerde – Der Märkische Kreis koordiniert für Nachrodt-Wiblingwerde und sieben weitere Kommunen im Märkischen Kreis den Klimaschutz. Dazu wurden integrierte Klimaschutz- und Klimaanpassungs-Konzepte erstellt. Neben der Doppelgemeinde verfügen auch Halver, Kierspe, Meinerzhagen, Neuenrade, Plettenberg, Herscheid und Schalksmühle damit über Konzepte, die als Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für Klimaschutz-Aktivitäten dienen.

Dabei werden Synergien mit anderen Kommunen berücksichtigt. Auf diese Weise sollen der Klimaschutz vor Ort verstärkt und ein Beitrag zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele geleistet werden.

33 Vorschläge der Bürger in Nachrodt-Wiblingwerde

Und so entstand das Konzept für Nachrodt: Zunächst wurde eine kommunale Bilanz der Treibhausgasemissionen erstellt, dann wurden Einsparpotenziale aufgezeigt und Einsparziele formuliert. Die Einbindung lokaler Akteure war die Grundlage zur Erstellung eines Maßnahmenkataloges, wie vor Ort Klimaschutz funktionieren kann. Um die Ideen und Anregungen der Bürger berücksichtigen zu können, wurde von November 2019 bis Januar 2020 eine Online-Ideenkarte angeboten.

Erste Projekte laufen bereits in Nachrodt-Wiblingwerde

Diese stieß in der Doppelgemeinde auf große Resonanz. „An dieser Stelle möchte ich mich für die zahlreichen Beiträge der Bürgerinnen und Bürger bedanken“, sagt Landrat Marco Voge (CDU). In der Ideenkarte konnte jeder Ideen zum Klimaschutz eintragen. 33 Vorschläge gab es aus und für die Doppelgemeinde, darunter die Bepflanzung der Bushaltestellen, die Umstellung sämtlicher Laternen auf LED-Licht, die bereits läuft, und die Schaffung eines neutralen Beratungsangebotes zur Nutzung von Photovoltaik und Solarthermie.

Ergänzend gab es Expertenworkshops und Interviews. Zudem konnten die Nachrodter in einer Online-Umfrage abstimmen, welche Ideen zum Klimaschutz ihnen am besten gefallen. Sechs Handlungsfelder mit insgesamt 26 Forderungen gab es zur Auswahl – drei konnte jeder Bürger auswählen.

Energiespar-Modelle und Mobilität in Nachrodt-Wiblingwerde fördern

Basierend auf den Ergebnissen wurden konkrete Vorschläge erarbeitet. Diese umfassen alle Handlungsfelder, auf die die Kommune Einfluss nehmen kann. Dazu gehören Energiespar-Modelle für kommunale Gebäuden und Anlagen ebenso wie die Förderung einer klimafreundlichen Mobilität.

Klimaschutzmanager: Stelle wird gefördert

Der Maßnahmenkatalog stellt das Kernstück des Klimaschutzkonzeptes, das für die Doppelgemeinde 235 Seiten umfasst, dar. Nun geht es an die Umsetzung des Konzepts, das die nächsten 15 Jahre im Blick hat. Die Gemeinde ist dabei, die Ausschreibung für die Stelle eines Klimaschutzmanagers vorzubereiten, der helfen soll. Diese wird für drei Jahre zu 100 Prozent gefördert

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