Erste Defi-Einweisung

Das Gerät leitet Schritt für Schritt an

Nachrodt-Wiblingwerde - Bei einem Herzstillstand zählt jede Minute. Allein in Deutschland trifft es jährlich mehr als 100.000 Personen – in den meisten Fällen plötzlich und ohne Vorwarnung. Stromstöße aus dem Defi können das Kammerflimmern beheben – und Leben retten. Drei Defibrillatoren stehen jetzt für die Bürger in Brenscheid, Rennerde und Eilerde zur Verfügung. Was 2015 mit einer Idee beim Dorffest in Brenscheid begann, sorgt für das erste Highlight in 2017.

In Brenscheid findet für die Bürger am Freitag, 13. Januar, ab 18 Uhr eine Einweisung statt. Der Defi wird am Haus von Petra Triches angebracht – das Treffen ist in ihrem Wohnzimmer. „Die weiteren Schulungen übernimmt ein Feuerwehrmann in Brenscheid“, verspricht Petra Triches, die natürlich nicht beim ersten Termin für alle 150 Brenscheid-Einwohner Platz hat. Dass so viele Menschen wie möglich die Handhabung des Defis kennen sollen, versteht sich von selbst.

Übrigens: Der Defi ist das gleiche Modell, das auch die Feuerwehren nutzen. „Wenn sie dann kommen, müssen sie nur den Stecker wechseln“, ist Petra Triches guter Dinge, dass bei einem möglichen Notfall gut gehandelt werden kann. 845 Euro sind als Spenden und aus dem Erlös des Dorffest für den Schockgeber zusammen gekommen – der Rest wurde durch das Leader-Projekt gefördert. Mit im Boot sind durch das Anschieben aus Brenscheid auch die Dörfer Rennerde und Eilerde.

Der Defi für Eilerde wird am Haus von Jörg Benscheidt angebracht. „Ich arbeite daran, die Nachbarn unter einen Hut zu bringen, so Benscheidt, der auch in der nächsten Zeit einen Termin für die Schulung anbieten möchte. Die jungen und die älteren Bürger möchte er zusammenbringen.

 Der Termin für Rennerde steht – nämlich am Freitag, 20. Januar, bei Brigitte und Kurt Hoheisel. Ab 17.30 Uhr wird dann der Defibrillator in Augenschein genommen. „Es ist soweit, unser Defibrillator kommt“, heißt es frohgelaunt in einem Flyer. Das Gerät soll am Café Klunterbunt angebracht werden und für jedermann zugänglich sein. „Wir sollten alle wissen, wie man damit umgeht“, heißt es in der Einladung für die Rennerder. Im Anschluss soll auch die Herz-Lungen-Wiederbelebung geschult werden. „Es wäre also gut, wenn Ihr ein bisschen Zeit mitbringen würdet. Aus jedem Haushalt sollte ein Teilnehmer teilnehmen.“ Rückmeldungen für die Schulungen in Rennerde bitte bis zum 13. Januar unter der Telefonnummer 02352/30979 oder per Mail an kurt.hoheisel@gmx.de.

Insgesamt haben die Schockgeber für Brenscheid, Rennerde und Eilerde 7200 Euro gekostet. Gefördert wurden davon 65 Prozent. Projektträger ist der Heimat- und Verkehrsverein. Und so hat der Leader-Prozess in der Lenne-Schiene für Nachrodt-Wiblingwerde schon erste Erfolge erzielt. Nun planen die Leader-Damen Silke Erdmann und Kathrin Hartwig ein regionales Leader-Projekt zur Stärkung des Ehrenamtes. „Wie können wir Sie unterstützen? Außerdem können Vereine und engagierte Bürger auch eigene Ideen fördern lassen, die bei der täglichen Arbeit helfen. Wir informieren, wie das gehen kann“, heißt es in der Einladung für ein Treffen am Dienstag, 24. Januar, ab 18 Uhr in der Rastatt.

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