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Das ist der neue Klimaschutzmanager einer Gemeinde im MK

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Michael Sniegowski ist der neue Klimamanager der Gemeinde.
Michael Sniegowski ist der neue Klimamanager der Gemeinde. © Susanne Fischer-Bolz

Klimaschutz ist ein wichtiges Thema, deshalb ist Michael Sniegowski der neue Klimamanager der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde.


Nachrodt-Wiblingwerde – Misserfolg ist lediglich eine Gelegenheit, mit neuem Mut noch einmal anzufangen: Nachdem Carolin Jarmatz als Klimaschutzmanagerin nur eine kurze Weile bei der Gemeindeverwaltung war, einfach nicht warm mit Aufgaben und Nachrodt-Wiblingwerde wurde, und ihr Arbeitsvertrag in beidseitigem Einverständnis aufgelöst wurde, ist ein neuer Mann im Team. Michael Sniegowski heißt der neue Klimamanager der Doppelgemeinde. Der 32-Jährige hat an der Uni Bielefeld Umweltwissenschaften studiert und startet mit großem Enthusiasmus. Und er möchte so bald als möglich nach Nachrodt ziehen.

Die Region kennt er schon ein bisschen, findet es „doch ziemlich gebirgig“ und ist total begeistert.

Neues Gesicht in Nachrodt: Das ist der neue Klimaschutzmanager einer Gemeinde im MK

Physik, Chemie, Biologie: Im Studiengang Umweltwissenschaften werden Umweltbiologie und Umweltwissenschaften miteinander kombiniert. „Man kann in sechs Semestern durch sein, wenn man die entsprechende Begabung mitbringt“, erzählt Michael Sniegowski lachend. „Ich habe das Studium gemacht, weil ich gern etwas ändern möchte“, sagt der neue Klimamanager. Die Probleme müsse man einfach irgendwann angehen.

„Der Umweltschutz, der Klimaschutz sind ein bisschen in den Verruf gekommen, dass sie nur Geld kosten. Ich will den Leuten nicht irgendetwas aufschwatzen. Es gibt gute Konzepte, die wenig kosten, die sich schnell rechnen und die die Leute gut umsetzen können“, meint Michael Sniegowski. Konkret: die alte Ölheizung zum Beispiel austauschen.

Das 231-seitige Klimaschutzkonzept der Gemeinde hat der neue Klimaschutzmanager bereits durchgeackert. Jetzt geht es für ihn darum, zu priorisieren und „nach Amortisationszeit zu sortieren. Damit man weiß, was sich rentiert.“

Michael Sniegowski ist neuer Klimaschutzmanager und gibt Ratschläge

Für die öffentlichen Gebäude soll eine Thermografiemessung erste Erkenntnisse bringen. Im Bereich der Bauphysik dienen diese Messungen zum Beispiel zur Ermittlung von Wärmebrücken. Mit kleinen Dingen anfangen. Das ist das Credo.

Privatpersonen rät der Klimaschutzmanager den Austausch von alten, maroden Fenstern. „Darüber geht viel Wärme verloren.“ Und: Fußbodenheizungen findet Michael Sniegowski gut. „Sie sind praktisch und man spart zehn Prozent Heizkosten“, so der Fachmann, der augenscheinlich vor Energie und Ideen nur so sprüht. Auch findet er, dass die Bürger ein „gutes Gefühl für das Richtige haben“. Sie seien auf dem richtigen Dampfer. Das macht Michael Sniegowski an der Bürgerbeteiligung zum Klimaschutz fest, als viele Ideen gesammelt werden konnten.

Neuer Klimaschutzmanager: Michael Sniegowski will begeistern

Visionen sind gut, aber sie müssen auch bezahlbar sein. So sieht es auch der Klimaschutzmanager, der nicht nur voller Begeisterung für das Thema ist, sondern es auch „knallhart durchrechnen wird. Ich kann den Leuten nicht etwas empfehlen, das sich nicht rechnet. So geht auch der Ruf flöten. Mein Plan ist es, mich als Helfer anzubieten.“

Und so möchte Michael Sniegowski ein klein wenig Begeisterung vermitteln – „und wenn es nur unter dem Gesichtspunkt ist, wie man Geld sparen kann.“

Auch privat beschäftigt sich Michael Sniegowski gern mit Klima- und Umweltthemen. Er fährt am liebsten Fahrrad. Aber von – momentan Witten, wo er bei seiner Freundin wohnt – bis nach Nachrodt ist dann doch zu weit. Übrigens: Dass er sich für die kleine Gemeinde entschieden hat, obwohl Klimaschutzmanager allerorts gesucht werden, erklärt Michael Sniegowski so: „Man kann die Leute schneller erreichen und ich bin optimistisch, dass man etwas bewegen kann.

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