CVJM will mit Angeboten für junge Leute punkten

Der 2. Vorsitzende Thorsten Kühn möchte die vor knapp zwei Jahren aufgelöste Jungschar wiederbeleben, um auf diese Weise junge Leute für den CVJM zu interessieren. Foto: Machelett

Nachrodt-Wiblingwerde - Der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) Nachrodt- Obstfeld wird seinem Namen nicht mehr ganz gerecht. Von den rund 40 Mitgliedern sind viele im Seniorenalter. Das soll sich zwar ändern, aber wie das funktionieren soll, ist den Beteiligten noch nicht klar. Darüber wurde am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung im Gemeinderaum diskutiert.

Damit der Verein zukunftsfähig bleibt, brauchen die Nachrodter dringend Verstärkung. Nicht nur neue Mitglieder, sondern vor allem auch Mitarbeiter werden gesucht. Der 2. Vorsitzende Thorsten Kühn träumt beispielsweise davon, wieder aktiv in die Jungschararbeit einzusteigen. Die Gruppe wurde 2013 aufgelöst. „Wir müssen Angebote für Jugendliche schaffen. Ich glaube daran, dass uns das auch gelingen wird“, sagte Kühn. Im Vorstand habe man sich bereits Gedanken über neue Projekte gemacht. Die gelte es nun mit Leben zu füllen und umzusetzen. „Ich denke, es wird immer wichtiger, auf die Jugendlichen zu zugehen. Und vielleicht auch einmal etwas um die Ecke zu denken“, regte CVJM-Kreissekretärin Sabine Hülsiepen an.

Probleme bereitet den CVJMlern vor allem die Raumstruktur. Durch die Aufgabe des alten Gemeindehauses an der Schillerstraße und den Umzug in den Neubau am Pfarrhaus gebe es Platzprobleme. „Der Raum ist gänzlich ungeeignet für aktive Kinder- und Jugendarbeit. Zu schnell könnte etwas kaputt gehen“, sagte Kühn. Außerdem könne man den jungen Mitarbeitern nicht noch zumuten, den Raum im Anschluss komplett zu wischen. Des Weiteren gebe es keine Lagermöglichkeiten für Materialien. „Letztlich denke ich aber, wenn wir es wirklich wollen, wird es auch eine Lösung geben – da bin ich mir sicher“, appellierte Kühn an die Anwesenden.

Nachwuchs gibt es derweil bereits für den CVJM-Familienkreis. Alanna Kockskemper wird künftig Ludwig Roth bei der Leitung des Kreises helfen. Ab Januar 2016 soll sie die Gruppe dann komplett übernehmen. Der Familienkreis hofft, so auch jüngere Menschen ansprechen zu können. Der Familienkreis ist übrigens sehr aktiv. 22 Mal trafen sich die Mitglieder im vergangenen Jahr. Im Schnitt besuchten rund 20 Interessierte die Zusammenkünfte. Das Programm reichte von Spieleabenden über Informationsveranstaltungen bis hin zu Ausflügen.

Das Jahr 2015 ist für den CVJM Nachrodt Obstfeld zudem ein besonderes. Der Verein kann sein 110-jähriges Bestehen feiern. Vermutlich soll die Feier am 22. August stattfinden. „Was wir machen, ist noch nicht ganz klar. Aber es wird auf jeden Fall ein Fest geben“, versprach Kühn. - Lydia Machelett

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