Coronavirus: Unzufriedene Kunden in den Supermärkten - aus diesen Gründen

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Olga Smirnov desinfiziert die Griffe der Einkaufswagen am Netto-Markt: Mit der Regelung, dass jeder einen Einkaufswagen nehmen muss, sind Kunden nicht glücklich.

Nachrodt-Wiblingwerde – Kampf ums Klopapier und Angst vor Einkaufswagen: Die Situation ist speziell in den heimischen Supermärkten.

Niemand mag sie mehr anfassen: die Einkaufswagen. Man könnte sich infizieren – das glauben die meisten. Und so gibt es Diskussionen noch und nöcher im Netto. „Die Kunden sind zwar nicht aggressiv, aber sie wollen am liebsten ohne Einkaufswagen einkaufen“, sagt Olga Smirnov, stellvertretende Filialleiterin in Nachrodt. 

Doch die Wagen sind Pflicht: Dadurch, dass etwa 70 Einkaufswagen zur Verfügung stehen, kann man die Anzahl der Kunden so besser im Auge behalten. Denn mehr als 100 Menschen sollen aktuell nicht gleichzeitig im Netto-Markt sein. 

Coronavirus: Einkaufswagen werden desinfiziert

Laut Virologe Hendrik Streeck sterben ausgehustete Viren schnell ab. Selbst in Haushalten mit hochinfektiösen Patienten seien bei Tests auf keiner der Oberflächen aktive Corona-Viren nachzuweisen gewesen, sagt er. Einkaufswagen, Türklinken und Geländer: Coronaviren, die über Tröpfchen auf diese Oberflächen gelangt sein könnten, blieben nicht lange aktiv. 

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Doch Olga Smirnov kennt die Sorgen der Kunden. Immer wieder geht sie nach draußen, um die Einkaufswagen zu desinfizieren. Auch hinter der Kasse steht das Mittel für die Hände. Die Hamsterkäufe, so sagt sie, würden jetzt etwas zurückgehen. 

Die Situation sei nach zwei Wochen etwas entspannter. Das kann Kai Kantimm, Chef des Edeka in Nachrodt, nicht bestätigen. Er spricht vom „Toilettenpapier-Krieg“, der nach wie vor in seinem Geschäft stattfindet. 

Coronavirus: Warten vor dem Edeka-Markt

Und manche Leute würden ihren Unmut äußern, dass Artikel immer noch nicht verfügbar seien. „Wir können nicht mehr machen, als die Sachen zu bestellen“, sagt Kai Kantimm, der gestern Kunden aus dem Geschäft schicken musste, weil zu viele Leute gleichzeitig einkaufen wollten. „Dann habe ich erst wieder Leute ‘reingelassen, als andere fertig waren 

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