Schutzmasken für den guten Zweck: Nachrodterin macht Senioren mit Erlös besondere Freude

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Mit Blümchen oder ohne: Unterschiedlich sind die selbst genähten Masken von Birgit Schulte-Pinto

Nachrodt-Wiblingwerde – Gute Idee im Doppelpack: Birgit Schulte-Pinto näht Schutzmasken. Mit dem Erlös möchte sie älteren Menschen in den Altersheimen eine besondere Freude machen.

„Jedes Jahr habe ich meiner Mutter Orchideen mitgebracht, weil sie die geliebt hat und sie so lange blühen“, erzählt Birgit Schulte-Pinto, die sich sicher ist, dass sie mit Orchideen älteren Menschen jetzt eine Freude machen kann – in einer Zeit, in der in den Pflegeheimen kein Besuch empfangen wird. „Ich werde sie dann vor die Tür stellen“, verspricht Birgit Schulte-Pinto. 

Birgit Schulte-Pinto

Wer ihre genähten Masken haben möchte, bekommt sie gegen eine Spende. Mit dieser Spende werden dann die Orchideen gekauft. Die Mund-Nase-Masken zu nähen, ist ein Kinderspiel – das sagt zumindest Birgit Schulte-Pinto. „Das kann jeder, der eine Nähmaschine hat.“ 

Stoff hatte sie reichlich: einmal glatte Baumwolle (Blusenstoff), die doppellagig verarbeitet wird, und Sweatshirtstoffe, die relativ dick sind und deshalb einlagig verarbeitet werden. „Es ist eine einfache Maske, mit der man sein Gegenüber schützt. Wenn jeder eine tragen würde, könnte man sich gegenseitig helfen“, findet Birgit Schulte-Pinto. 

Ehemann bekam erste Maske

Am längsten, so sagt sie, dauert das Zuschneiden. Das Nähen selbst sei nicht das Problem, da es auch Anleitungen im Internet gibt. Die erste Mund-Nase-Maske hat übrigens der Mann von Birgit Schulte-Pinto bekommen, „weil er Kundenkontakt hat“. Und natürlich wollte er lieber die Dunkelblaue als die Geblümte. 

So langsam, aber sicher gehen die Materialien aus: Spenden (Baumwollstoff und Wäschegummi) werden deshalb gern angenommen. „Das kann man auch einfach in unseren Briefkasten an der Schulten Wiese 1 stecken“, sagt Birgit Schulte-Pinto. 

Wer sich für die Masken interessiert, kann sich beispielsweise über ihre Facebook-Seite melden. „Der Zuspruch ist enorm“, freut sich Birgit Schulte-Pinto. 

90 Masken für den Edeka-Markt

Über 90 Mund-Nase-Masken hat sich Edeka-Inhaber Kai Kantimm gefreut. Sandra Heisler hat sie für ihn und seine Mitarbeiter genäht. Waschbar bei 90 Grad. „Zehn habe ich am Samstag an ältere Stammkunden verschenkt, die beim Einkauf keine hatten“, erzählt Kai Kantimm. 

Die Stadt Essen hat eine Anleitung veröffentlicht, wie man sich den Mundschutz selbst nähen kann. Der Virologe Christian Droste, aktuell Deutschlands meistgefragter Experte in der Corona-Krise, ist der Ansicht, dass das Infektionsrisiko durch kollektives Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit verringert werden könne. Weitere Informationen gibt es unter www.maskeauf.de.

Mehr zum Coronavirus und den Auswirkungen auf die Region lesen Sie hierim MK-Liveticker.

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