Zurück in der Schule: Darauf freuen sich die Viertklässler besonders

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Der Tornister ist gepackt: Melina Severin (10) freut sich auf den ersten Schultag nach der Zwangspause.

Nachrodt-Wiblingwerde –Nun geht es wieder in die Schule. Die Viertklässlerinnen Romy Meckel und Melina Severin können es kaum erwarten. Sie haben so einiges vermisst.

Die Tornister sind gepackt. Doch ein ganz normaler Schultag wird es für die beiden Wiblingwerderinnen nicht. Eigentlich besuchen die Mädchen die vierte Klasse der Wiblingwerder Grundschule. 

Doch sie werden sich am Donnerstag, 7. Mai, nicht sehen. Die 18 Kinder der Klasse wurden in zwei Lerngruppen unterteilt. Melina ist in der ersten. Sie muss also etwas eher aufstehen. Sie hat heute die erste und zweite Stunde Unterricht. 

Erst danach kommt Romy mit ihrer Gruppe für die dritte und vierte Stunde in die Schule. „Ich glaube, am ersten Tag werden uns erst einmal die ganzen Regeln erklärt, die wir einhalten müssen“, erzählt Melina. 

Homeschooling eine Herausforderung

Die Zehnjährige freut sich schon seit Tagen darauf, endlich ihre Freundinnen wieder zu treffen. „Während der letzten Wochen konnten wir nur ein wenig miteinander schreiben. Sehen konnten wir uns nicht. Ich vermisse sie schon“, sagt die Zehnjährige. 

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Das Lernen zuhause sei nicht immer leicht gewesen. „Sonst ist die Lehrerin da, die man fragen kann oder die anderen Kinder“, erzählt Melina. Das Homeschooling habe aber auch Spaß gemacht. „Es war eine Herausforderung und wenn man dann etwas verstanden hat, ist es ein Erfolg, der Spaß macht.“ 

Romy Meckel freut sich, wenn sich die Tür zur Grundschule Wiblingwerde am heutigen Donnerstag wieder öffnet.

Schulkameradin Romy fiel das Lernen zuhause nicht schwer. Dennoch sei Lernen in der Schule besser. „In der Klasse helfen wir uns gegenseitig. Das hat mir gefehlt“, sagt sie. Romy freut sich auch schon auf ihre Zeit am Gymnasium. 

Coronavirus in Nachrodt: Keine Sorge vor Schulwechsel

Aber sie weiß auch, dass nicht allen Kindern das Lernen so leicht fällt wie ihr. „Es gibt in unserer Klasse Kinder, die das nicht so schnell verstehen und vielleicht keine Hilfe zu Hause bekommen. Gerade vor dem Schulwechsel ist das blöd“, erzählt Romy. 

Melina macht sich wie Romy keine Sorgen um den Schulwechsel: „Wir haben ja die ganze Zeit zuhause gelernt. Und jetzt haben wir die wichtigen Fächer auch wieder in der Schule.“ Nach den Sommerferien wird sie auf die Realschule in Lüdenscheid wechseln. Traurig sind die Mädchen, dass es vermutlich kein großes Abschiedsfest geben wird. 

Und für Romy wurden auch schon die Begrüßungstermine an der neuen Schule abgesagt. Die nächsten Tage haben die Mädchen jeden Tag drei Stunden Unterricht in der Schule. Zwei Stunden haben sie jeweils bei ihrer Klassenlehrerin Ulrike Geiser, eine weitere Stunde bei einem anderen Lehrer. 

Jungs fehlen nicht

Die Corona-Zeit hatte für die Mädchen aber auch Vorteile. „Man konnte direkt morgens raus. Ich bin immer gleich zu den Pferden bei uns im Dorf gegangen“, erzählt Melina. 

Romy hat zuhause ein anderes Hobby in der Zeit ohne Schulbesuch gefunden: „Ich mache die Wäsche. Das macht Spaß“, erzählt sie. Eines haben beide Mädchen übrigens nicht vermisst, Romy verrät’s: „Die nervigen Jungs aus unserer Klasse."

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