Jede Woche ein neuer Fall: Gemüsedetektive ermitteln

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Postbotin der besonderen Art: Die pädagogische Leiterin des Waldkindergartens, Margarethe Stockner, übergibt das Paket an Emmeline Renford.

Nachrodt-Wiblingwerde – 20 kleine Gemüsedetektive sind unterwegs. Sie begeben sich auf die Spuren von Bohnen und Co. Nun gibt es einen Geheimauftrag zum Muttertag.

Die Erzieherinnen des Waldkindergartens Wiblingwerde haben sich nämlich etwas Besonderes für ihre kleinen Schützlinge überlegt, um sie auch in der Corona-Zeit bestmöglich spielerisch zu fördern. Noch ist nicht klar, wann die Kinderbetreuung wieder in welchem Rahmen möglich ist. 

„Wir packen für die Kinder jede Woche ein kleines Paket. Darin stecken einige Überraschungen rund um das Thema Gemüse“, erzählt Britta Podworny, pädagogische Leiterin des Waldkindergartens. Neben einer Geschichte gibt es Bastelanleitungen samt Materialien, Samen zum Einpflanzen, Anleitungen für Experimente und Anregungen für Spiele rund um das Thema Gemüsedetektiv. 

Coronavirus in Nachrodt: Eltern haben Gesprächsbedarf

Mitarbeiterin Margarethe Stockner bringt die Päckchen dann zu jedem Kind. „Wir haben so eine gute Möglichkeit gefunden, den Kontakt zu den Kindern und den Eltern zu halten“, freut sich Britta Podworny. 

Zwar würden die Pakete nur mit Abstand übergeben oder über den Gartenzaun gereicht, dennoch entstehen Gespräche. „Ich gebe eigentlich kein Paket ab, ohne mit den Kindern und den Eltern zu sprechen. Die Kinder freuen sich richtig, mich zu sehen“, erzählt Margarethe Stockner. 

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Und auch die Eltern haben ab und zu Gesprächsbedarf. „Es ist schon für viele Familien eine schwere Zeit. Klar, dass da auch mal Fragen rund um die Kinder auftauchen“, sagt Britta Podworny. Durch die Paketübergabe entstehe ein Austausch – auch der Small Talk übers Wetter sei eine willkommene Abwechslung. 

Coronavirus in Nachrodt: Bohnen als Schmuck

Die kleinen Detektive sind derweil auf Spurensuche. Wer ein echter Gemüsedetektiv ist, muss genau hinschauen. „Guck, hier kommt die Bohne“, freut sich Emmeline Renfordt. Die Fünfjährige präsentiert stolz ihren Pflanzkasten mit drei verschiedenen Sorten Bohnen. 

Kleine Bohnenzüchter: Im Paket liegen Samen, die die Kinder eingepflanzt haben und nun pflegen.

Während die Feuerbohnen schon kräftig wachsen, lassen die anderen noch auf sich warten. Doch seit gestern sieht man schon die Spitzen, die sich ihren Weg aus der Erde bahnen. 

Außerdem hat Emmeline herausgefunden, dass man Bohnen nicht nur essen kann. „Man kann auch eine Kette basteln. Mit einer Nadel pikst man in die Bohne und zieht einen Faden durch, dann kommt eine Perle und dann wieder eine Bohne. Das sieht schön aus.“ 

Neue Mission: Muttertag

Doch die Kinder sollen nicht nur ihre Kreativität entfalten, sondern auch etwas lernen. „Dafür gibt es beispielsweise das Erbsen-Experiment“, verrät Podworny. Die Kinder sollen dafür trockene Erbsen in ein Gefäß legen und es mit Wasser füllen. „Wenn man sie mit Gips ummantelt oder ein dünnes, altes Tongefäß nimmt, saugen sich die Erbsen voll und dehnen sich so aus, dass die Gefäße platzen. Daran sieht man, wie viel Wasser die Erbsen speichern können“, erklärt die Erzieherin. 

Im aktuellen Paket ist außerdem noch ein geheimer Brief für die Väter. Sie sollen mit ihren Kindern auf eine streng geheime Muttertagsmission gehen.

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