Ostern in Zeiten des Coronavirus': Nachrodter Familie erzählt von ihrem Fest

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Basteln mit Mama: Carolin Sommer und Lennard (3) bereiten sich auf Ostern vor.

Nachrodt-Wiblingwerde – Ostern ohne Hase? Das geht gar nicht für Lennard (3). Trotzdem wird für Familie Sommer vieles anders zu Ostern in Zeiten des Coronavirus'.

Der Osterhase kommt – trotz Corona. Da ist sich Lennard ganz sicher. Der Dreijährige kann es kaum noch erwarten, endlich die Ostereier im Garten zu suchen. 

„Er wird sicher nicht enttäuscht. Wir machen es uns trotz Corona schön – und der Osterhase darf natürlich kommen“, verrät Mama Carolin Sommer. 

Eigentlich wäre sie, die mit ihrem Mann Julien und den Kindern Marlene (8) und Lennard in Rennerde wohnt, am Wochenende zu ihrer Schwester nach Schmallenberg gefahren, um dort mit der Familie zu feiern. Das hat Tradition. „Ich hätte gerne mit meiner Cousine gespielt. Aber wegen Corona geht das nicht. Auch Oma können wir an Ostern nicht besuchen“, erzählt Marlene. 

Die Familie unter sich: In diesem Jahr feiern Carolin und Julien Sommer mit ihren Kindern Marlene und Lennard allein das Osterfest bei sich zuhause in Rennerde.

Die Grundschülerin ist traurig, dass es nicht klappt, versteht aber, warum es so ist. „Marlene versteht schon gut, warum es dieses Jahr anders ist als sonst. Sie merkt auch die Unterschiede. Für Lennard ist aktuell nur eines wichtig: Dass der Osterhase trotzdem kommt“, erzählt Carolin Sommer. 

Coronavirus in Nachrodt: Bemüht um normales Osterfest

Die Eltern sind bemüht, den Kindern ein möglichst normales Osterfest zu ermöglichen. „Wir werden uns auch ein wenig schöner anziehen als normal, es gibt ein festliches Essen und wir werden die Ostereier hier im Garten verstecken. 

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Mit der Familie kommunizieren wir über Skype – so können wir uns zumindest sehen“, erzählt die Mutter. Dennoch sei ein komisches Gefühl bei den Vorbereitungen dabei. „Ich gebe zu, dass es schon ein wenig schwerer fällt, die Ostertage so besonders zu machen. Doch wir wollen alles so machen, als würden wir mit der ganzen Familie feiern“, erzählt sie. 

„Seit ich denken kann, gibt es in meiner Familie die Tradition, dass wir gemeinsam in Menden am Hexenteich Ostereier suchen. Dieses Jahr ist das zum ersten Mal nicht so“, erzählt Julien Sommer. 

Coronavirus in Nachrodt: Eine Oma im Pflegeheim

Auch ihm ist es wichtig, dass Ostern gefeiert wird. Ihm sei auch bewusst, dass es vielen Menschen an Ostern deutlich schlechter gehe: „Wir haben einen Garten, den Wald direkt vor der Tür – und wir haben uns. Was ist mit denen, die alleine in der Wohnung sitzen müssen oder die Familien, die mitten in der Stadt wohnen?“ 

Eine Oma von Carolin Sommer lebt in einem Pflegeheim: „Wir können sie nicht besuchen. Das ist schon schwer.“ Lennard hingegen macht sich ganz andere Gedanken: „Wenn der Osterhase die ganze Schokolade für alle im Dorf tragen soll, muss er ja schon ziemlich groß sein. Vermutlich mindestens so groß wie Papa. Wobei... Er hat ja auch einen Korb."

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