Viertklässler entpuppen sich als Profis der Corona-Regeln

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Händewaschen ist Pflicht für die Viertklässler in der Grundschule Nachrodt.

Altena/Nachrodt-Wiblingwerde – Große Wiedersehensfreude und viel Disziplin: Die Viertklässler haben den ersten Schultag mit Corona-Regeln bestens gemeistert.

 „Es lief sehr harmonisch ab und alles hat gut geklappt“, sagt Carsta Coenen, Schulleiterin der Gemeinschaftsgrundschule Nachrodt-Wiblingwerde. Zu Beginn seien die Kinder etwas schüchtern gewesen nach so einer langen Zeit, aber dann schnell aufgetaut. 

Die Wiedersehensfreude sei natürlich groß gewesen, aber im Großen und Ganzen hätten die Schüler die Regeln gut umgesetzt und seien von den Eltern vorbereitet worden. „Sie haben schon von sich aus den nötigen Abstand berücksichtigt“, lobt die Schulleiterin. 

Coronavirus in Nachrodt: Erstklässler kommen am Montag

Bis zu den Sommerferien findet der Unterricht nicht mehr in der üblichen Klassengröße, sondern in kleineren Lern-Gruppen statt, um in den Räumen ausreichend Abstand halten zu können. 

Am Standort Wiblingwerde wurde die Klasse in zwei Gruppen eingeteilt, die zwei Klassen in Nachrodt ebenfalls jeweils in zwei Gruppen. 

Am ersten Tag wurde zwar auch schon mit dem Unterricht begonnen, im Mittelpunkt stand aber die Kommunikation. „Die Kinder sollten ankommen, von ihrer Zeit im Homeschooling berichten, Fragen stellen, und wir haben die Regeln besprochen“, berichtet Carsta Coenen. 

Viel Abstand im Klassenzimmer.

Ab Montag, 11. Mai, kommen auch die übrigen Klassen im rollierenden System zurück in die Schule. Ein Plan, welcher Jahrgang wann zum Präsenzunterricht erscheinen soll, wurde bereits erstellt. „Jeden Tag kommt ein anderer. Am Montag fangen wir mit den Erstklässlern an. Bis zu den Sommerferien hat dann jeder Schüler sieben bis acht Schultage. Die übrige Zeit wird weiterhin zuhause im Homeschooling gearbeitet“, erklärt Coenen. 

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Coronavirus in Nachrodt: Aufkleber vor den Toiletten

Auf die kommenden Wochen sei die Gemeinschaftsschule gut vorbereitet. Im gesamten Gebäude werden die Kinder mit Plakaten an die Regeln erinnert, Aufkleber am Boden markieren Abstände, zum Beispiel am Lehrerpult oder vor den Toiletten. 

Darüber hinaus wird darauf geachtet, dass die verschiedenen Gruppen unterschiedliche Ein- und Ausgänge benutzen. 

Auch Jörg Schlüter, Schulleiter der Grundschule am Breitenhagen, lobt seine Schüler. „Insgesamt macht man sich im Vorfeld große Sorgen, ob alles funktioniert. Aber die Schüler haben das erstaunlich gut gemacht“, sagt er zum ersten Tag. 

Coronavirus in Altena: Corona bei Schülern sehr präsent

Für den Sachunterricht hatte die Lehrerin eine Corona-Unterrichtsreihe vorbereitet, um den Gesprächsbedarf der Kinder abzufragen. Das Thema sei erstaunlich präsent, die Schüler kannten die Regeln schon von Zuhause und kamen alle mit Mundschutz, berichtet der Schulleiter. 

Natürlich sei das noch einmal eine andere Situation, wenn die übrigen Schüler in der kommenden Woche zurückkommen. Auch hier wird mit den Erstklässlern am Montag, 11. Mai,  begonnen. 

Zudem wurde der Bedarf an Nachmittagsbetreuung gestern abtelefoniert, da dieser in der üblichen Form mit Toben und viel Bewegung nicht umgesetzt werden kann. Das Ergebnis: Diese Betreuung wird derzeit sehr wenig benötigt, sagt Jörg Schlüter.

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