Geschenke fürs Durchhalten: Kassiererin erlebt große Dankbarkeit in Corona-Krise

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Kassiererin bei Edeka in Nachrodt: Fatma Erdogdu. Über ihre Freundlichkeit in schwierigen Zeiten freuen sich die Kunden.

Nachrodt-Wiblingwerde – Als Heldin sieht sich Fatma Erdogdu nicht. In der Corona-Krise hat die Kassiererin im Edeka-Markt in Nachrodt viel Dankbarkeit erlebt.

Was macht eigentlich Helden zu Helden? Sie haben Mut und leisten Ungewöhnliches. Dass dies oftmals niemand zur Kenntnis nimmt, hat sich in der Corona-Krise geändert. Die Alltagshelden sind diejenigen, zu denen man heute aufschaut.

Fatma Erdogdu ist eine solche Heldin. Sie ist Kassiererin im Edeka-Markt in Nachrodt. Pandemie hin oder her: „Ich mache meinen Job. Ich finde, dass das gar nichts Besonderes ist“, sagt die 46-Jährige. 

Dabei ist sie diejenige, die all den Kummer der Menschen rund um die Pandemie, den Zorn über nicht vorhandene Produkte und auch die Ängste mitbekommt. „Man merkt es sofort, wenn jemand nicht gut drauf ist. Da ist es wichtig, ruhig und freundlich zu sein“, sagt Fatma Erdogdu. 

Coronavirus in Nachrodt: Schlecht zu hören hinter der Maske

Mit Mundschutz hinter einer Acrylglasscheibe: So sieht man die junge Frau jeden Tag an der Kasse. „Vor allem ältere Leute verstehen mich oft nicht, weil sich alles gedämpft anhört“, erzählt die Nachrodterin, die 2009 als Aushilfe bei Edeka angefangen hat. 

Während zu Beginn der Pandemie der Kampf ums Toilettenpapier die Kunden besonders beschäftigte und erzürnte, hat sich die Lage in den letzten Wochen erheblich entschärft. 

Mehr zum Coronavirus und den Auswirkungen auf die Region lesen Sie hier im MK-Newsticker.

„Es ist jetzt alles wieder recht normal, und auch die älteren Stammkunden kommen wieder.“ Angst, sich selbst das Coronavirus einzufangen, hat Fatma Erdogdu nicht. „Ich fühle mich gut geschützt“, sagt sie. Alle Sicherheitsvorkehrungen seien getroffen. 

Coronavirus in Nachrodt: Probleme mit Touchscreen

Auch unter den Kollegen achte man auf Abstand. Dass das Kassensystem so funktioniert, dass es für Fatma Erdogdu keinen direkten Kundenkontakt gibt, erleichtere die Arbeit. 

Nur mit den Handschuhen hatte die Kassiererin Probleme, das Touchdisplay zu bedienen. „Deshalb benutzen wir im Kassenbereich regelmäßig Handdesinfektion.“ Immer ein Lächeln auf den Lippen: Das sehen die Kunden trotz Mundschutz an den Augen der Kassiererin. 

Und sie sind dankbar für die Freundlichkeit, bringen kleine Geschenke. „Wir haben auch schon Süßigkeiten bekommen, weil wir hier durchhalten."

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