Bei Kontrollen

Quarantäne: Ordnungshüter als Freund und Helfer

Bei den Kontroll-Rundgängen setzt das Ordnungsamt nicht nur auf Strenge
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Bei den Kontroll-Rundgängen setzt das Ordnungsamt nicht nur auf Strenge

Die Mitarbeiter im Ordnungsamt Nachrodt wollen nicht nur kontrollieren, ob alle Betroffenen die Quarantäne einhalten, sondern auch helfen und Mut machen. Ein besonderer Ansatz.

Nachrodt-Wiblingwerde – Eine Neuinfektion wurde gestern gemeldet: So gibt es jetzt 31 Infizierte, 17 Gesunde und 17 Kontaktpersonen in der Doppelgemeinde. Das Ordnungsamt muss die Quarantäne kontrollieren. „Aber wir kontrollieren nicht nur, ob die Menschen zu Hause sind. Es ist auch wichtig, ihnen Mut zu machen“, sagt Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz, der mit seinem Team den Bürgern, die sich in der schwierigen Ausnahmesituation befinden, auch Hilfe anbietet.

Dankesbriefe für das Ordnungsamt

„Wir fragen, ob sie versorgt sind, ob sich jemand kümmert“, erzählt der Ordnungsamtsleiter. Im Notfall würden die Ordnungsamtsmitarbeiter auch einkaufen. Für das rücksichtsvolle Handeln hat er auch schon Post bekommen. „Vielen Dank für Ihren Besuch, man fühlt sich doch wie eine Aussätzige“, schrieb eine Frau aus der Quarantäne. „Das zeigt, dass die Menschen respektieren, was wir tun“, freut sich Sebastian Putz über positive Rückmeldungen. Alle Infos und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im MK finden Sie in unserem News-Blog.

Kontrollen: Nicht jeder macht die Tür auf

Bei den Quarantäne-Kontrollen kommt es durchaus vor, dass niemand aufmacht. „Das heißt aber nicht automatisch, dass sich die Leute nicht an die Auflagen halten. Die Person kann auch mit Fieber im Bett liegen oder gerade ins Krankenhaus gebracht worden sein. In einem Fall hatten wir eine Person, die das Recht hat, zwischen Arbeit und Wohnung zu pendeln. Er muss arbeiten, weil er unabkömmlich ist und konnte das nachweisen“, erzählt Sebastian Putz, dass die Situation nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist.

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