Corona überstanden: Ein Betroffener erzählt von schwerer Zeit

Christian Homann (UWG)
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Christian Homann aus Wiblingwerde hat die Corona-Erkrankung überstanden.

Christian Homann hatte sich mit dem Coronavirus angesteckt. Er hat die Krankheit überstanden und berichtet von einer anstrengenden Zeit.

Nachrodt-Wiblingwerde – Man weiß nicht, wie schwer es einen erwischt. Ob man mit leichten Erkältungssymptomen davon kommt oder verstirbt. 42 889 Corona-Todesfälle gibt es bis jetzt in Deutschland. Fast zwei Millionen Menschen sind bislang am Coronavirus erkrankt, 1,6 Millionen Menschen wieder genesen. Zu den wieder Gesunden gehört auch Christian Homann. Der 28-jährige Wiblingwerder hat die Krankheit überstanden. Glimpflich. Und er hat niemanden angesteckt. Aber er erzählt von einer anstrengenden Zeit.

„Ich hatte leichte Erkältungssymptome, war unsicher und deshalb beim Arzt. Natürlich hat man im Hinterkopf die Befürchtung, an Covid-19 erkrankt zu sein, aber wirklich daran geglaubt habe ich nicht. Als das Ergebnis kam, war das schon komisch“, sagt Christian Homann. Wo er sich angesteckt hat, weiß er bis heute nicht. „Ich habe meine wenigen Kontakte sofort informiert.

Witze von Weitem mit der Freundin

Kurz darauf hat aber auch das Gesundheitsamt die Kontaktliste angefordert“, erzählt der Bauleiter für Straßenbauprojekte, der samt Familie in Quarantäne ging. „Gott sei Dank hat sich keiner der weiteren Hausbewohner angesteckt.“ Dafür war es von großem Vorteil, dass man sich auch aus dem Weg gehen konnte. Mit seiner Lebensgefährtin hat er sich gegenseitig von Weitem Witze zugerufen, um dem schwierigen Thema Corona mit Humor zu begegnen.

„Zehn Tage Isolation können ganz schnell langweilig werden, so viel Netflix und Co. kann es gar nicht geben“, meint der junge Mann, der, wie er sagt, auch nur ein „Schnüpperken“ und leichten Husten hatte. So konnte er auch viel im Homeoffice arbeiten. Als der Geschmacks- und Geruchssinn am dritten Tag allerdings komplett versagten, bekam er „doch wieder etwas Angst“.

Mit Corona infiziert: Homann blieb gelassen

Aber Christian Homann geriet nicht in Panik. „Ich bezeichne mich eher als gelassen“, sagt er, gibt aber auch zu, dass nicht vor die Tür zu können, für ihn sehr bedrückend und unangenehm war. Erst heute kommen die Sinne langsam wieder. „Das geht wohl nicht von heute auf morgen.“

Vom Gesundheitsamt bekam der Wiblingwerder nach der Quarantäne keinen weiteren Test verordnet, „aber ich habe mich selbst darum gekümmert. Es war mir wichtig zu wissen, dass ich nicht mehr ansteckend bin.“ Im Testzentrum in Lüdenscheid wurde er negativ getestet und hat Corona damit überstanden.

Corona-Impfungen: Homann will sie haben

Auch einige Menschen aus seinem Freundes- und Bekanntenkreis mussten die Erkrankung schon durchstehen, „aber Gott sei Dank gab es keinen schwerwiegenden Verlauf“. Und so gibt es zwischen all den schlimmen Nachrichten auch die positiven.

Christian Homann möchte sich trotzdem auf jeden Fall impfen lassen. „Wenn ich die Möglichkeit habe, dann bin ich dabei.“ Das Immunsystem reagiert nicht bei jedem gleich. Ob eine Immunität besteht – und ob sie Wochen, Monate oder gar Jahre andauert –, ist noch nicht geklärt.

Christian Homann möchte gern unbeschwert seine Freunde wieder treffen und zu Konzerten gehen. „Wenn Corona vorbei ist, freue ich mich darauf, mit Freunden wieder etwas zu unternehmen“, sagt der junge Mann. Stand Mittwoch gab es sieben Infizierte, 147 Gesundete, neun Kontaktpersonen und vier Tote in der Doppelgemeinde.

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