Kaum Bedarf: Keine Schnelltests mehr in der Lennehalle

Testzentrum Nachrodt schließt

Das Nachrodter Testzentrum schließt.
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Das Nachrodter Testzentrum schließt.

Das Testzentrum in Nachrodt schließt. Der Bedarf ist ins Bodenlose gefallen.

Nachrodt-Wiblingwerde – Am Mittwoch, 29. September, können sich Bürger zum letzten Mal zwischen 8 und 11 Uhr und zwischen 16 und 19 Uhr auf das Coronavirus untersuchen lassen. Dann ist Schluss. Denn der Bedarf ist ins Bodenlose gefallen. „Von ursprünglich 200 Testungen am Tag liegen wir jetzt bei 40“, begründet Pascal Hülle, hauptamtlicher Vorstand beim Deutschen Roten Kreuz, die Entscheidung.

„Es war eine schöne Zeit“

Sechs Schnelltestzentren betreiben die DRK-Kreisbände Altena-Lüdenscheid und Iserlohn im Märkischen Kreis – Nachrodt ist das einzige, das jetzt aufgegeben wird. Oder besser gesagt: Das Testzentrum „ruht“, denn das DRK behält die Lizenz, könnte also jederzeit wieder öffnen. Die Mitarbeiter dürfen nun selbst entscheiden, ob sie in einem anderen Testzentrum arbeiten oder aufhören möchten. „Viele machen nun eine Berufsausbildung oder studieren und sagen, dass es eine schöne Zeit war“, erzählt Pascal Hülle.

In Altena veränderte Öffnungszeiten

Für die anderen Testzentren des DRK werden ab Oktober die Öffnungszeiten verändert. Denn nicht nur in Nachrodt, sondern allerorts sind die Zahlen rückläufig. In die Burg Holtzbrinck Altena kommen noch etwa 100 Bürger täglich zum Test – von ursprünglich 400. Dort wird ab Oktober nicht mehr Dienstagsvormittags getestet, alle andere Termine bleiben aber bestehen.

Tests werden kostenpflichtig

Gründe für immer weniger Tests liegen auf der Hand: Im Märkischen Kreis sind etwa 63 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Man fühlt sich geschützt und geht nicht mehr zum Test. „Und immer mehr Veranstalter und Gastronomen nutzen die 2 G-Regelung. Da kommt man also mit einem Test auch nicht weiter“, sagt Pascal Hülle. Er vermutet, dass Mitte Oktober noch weniger Bürger die Zentren ansteuern werden, wenn die Tests kostenpflichtig werden. Noch ist aber nicht klar, was die Bürger dann für die Untersuchungen zahlen müssen. „Wir müssen warten, was die Politik entscheidet“, sagt Pascal Hülle. Letztlich werde es bei den Anbietern natürlich keine Preisabsprachen geben. Es gelte die freie Marktwirtschaft. „Aber im Moment sind zu viele Fragen offen. Denn es wird auch Menschen geben, die die Tests gratis bekommen werden, aber wie wird das dann abgerechnet?“, so Pascal Hülle. Er glaubt, dass erst nach der Bundestagswahl Entscheidungen getroffen werden.

Kostenlose Tests weiterhin für Schwangere und Kinder

Unterdessen mehren sich die Nachrichten aus verschiedenen Bundesländern, dass die Preise für Schnelltests wahrscheinlich zwischen 15 und 20 Euro, die PCR-Tests zwischen 80 und 110 Euro kosten werden. Kinder zwischen zwölf und 17 Jahren und Schwangere sollen nach Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch bis Ende des Jahres kostenlose Corona-Schnelltests bekommen können.

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