Container auf dem Märkischen Platz: So entrüstet reagieren User im Netz

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Die blauen Container gefallen nicht jedem.

Nachrodt-Wiblingwerde – Viele finden die Container schrecklich, in die Teile der Gemeindeverwaltung ziehen. Im Netz hagelt es Kritik. 

Sie sind groß, sie sind blau. Und übersehen kann sie auch niemand: Die Container, die bald als Ausweichquartier für 17 Mitarbeiter des Amtshauses dienen, gefallen einigen Bürgern nicht. Zumindest denjenigen nicht, die sich auf Facebook in der Gruppe „Du bist Nachrodter, weil...“ über die Container äußern. 

„Ich finde die Dinger einfach nur schrecklich. Wenn man mal eher das Amtshaus saniert hätte, bräuchten jetzt keine Container da hin. Aber die warten ja immer bis nix mehr geht. Einfach nur traurig, was aus unserem schönen Dorf geworden ist“, schreibt eine Nachrodterin. 

Von „Oh Gott wie traurig“ über „Einfach nur lächerlich. Kein Geld, aber für Container und so einen Aufwand ist Geld da“ bis hin zu „Das sieht von oben aus wie ein Schalke-Vereinsheim von Lego Duplo“ reichen die Kommentare. 

Auch über Mietminderung für Bewohner der umliegenden Häuser wird diskutiert. „Mietminderung funktioniert nicht, weil der Vermieter nichts für diese blöde Idee mit den Containern kann“, so eine Userin. Fakt ist: Auf der sozialen Plattform wird kein gutes Haar an der Container-Lösung gelassen. 

Es gibt allerdings auch einen Kommentar, der die Situation im sozialen Netzwerk beschreibt und mehrfach gelikt wird: „Mecker, mecker“. Der Shitstorm erreichte auch Bauamtsleiter Dirk Röding. „Es gibt öffentliche Sitzungen, an denen man teilnehmen und seine Meinung kundtun kann“, sagt Dirk Röding, dem es besser gefallen würde, wenn die Bürger den direkten Kontakt zur Verwaltung und/oder zu den Kommunalpolitikern suchen würden. Mit Facebook dagegen kann Dirk Röding „wenig anfangen.“ 

Auch Gabriele Balzukat findet die Art der Diskussion unglücklich. „Natürlich gewinnen wir mit den Containern keinen Schönheitswettbewerb, aber sie sind zweckmäßig“, sagt die Kämmerin. Sie hätte sich auch eine andere Lösung gewünscht, „aber es gab keine.“ 

Dass die Container auf dem Märkischen Platz aufgebaut wurden und nicht – wie auf Facebook favorisiert – an den Wohnmobilstandplätzen, erklärt Gabriele Balzukat so: „Wir benötigen relativ kurze Wege zwischen den Standorten, wir sind noch nicht digitalisiert, wir müssen die Arbeit auch technisch organisieren und die EDV verbinden können.“ Mit Kritik, sagt die Kämmerin, könne sie gut umgehen, aber dann müsse man auch Alternativen bieten. Diese Art der Diskussion auf Facebook „finde ich merkwürdig, die hilft uns nicht weiter."

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