Die Rastatt, die Hoffnung und ein Gast im Rat

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Was kommt anstelle der Rastatt?

Nachrodt-Wiblingwerde -  Was man im Zug Überfüllung nennt, heißt in Kneipen Atmosphäre: Wenn es so eine Überfüllung in einer "neuen Rastatt" oder wie immer sie auch heißen mag, geben könnte, wäre das für Nachrodt ein Segen.  Spannend wird es am Montag (7. Oktober), wenn ein neues Gastro-Konzept im Rat vorgestellt wird.

Nüchtern betrachtet geht es um die „Hagener Straße 4“, doch die meisten Nachrodter verbinden nur die Rastatt damit. Sie wird auf jeden Fall abgerissen. Hochspannung ist angesagt. Denn am Montag wird Christian Waleczek, der im Bereich des Parkplatzes bei AGN den Boxenstopp betreibt, während der Sitzung des Rates ab 17 Uhr im Schlosshotel Holzrichter sein gastronomisches Konzept vorstellen. 

Einige kennen es schon, denn Christian Waleczek hat es bereits während einer interfraktionellen Sitzung vorgestellt. Mit durchgehend positiver Rückmeldung. Gleiches gilt für den „Arbeitskreis Rastatt“, der sich wohlwollend äußerte. Nun werden die Ideen öffentlich. „Es ist doch schade, dass es im unteren Gemeindebezirk keine Gastronomie gibt. Natürlich können wir nur hoffen, dass es eine Lösung gibt“, hatte Jens-Philipp Olschewski, Fraktionsvorsitzender der CDU, im Sommerinterview gesagt, als das Thema „Gastro-Container“ erstmals diskutiert wurde. 

Nun ist die Lösung zum Greifen nah und wird der Öffentlichkeit erstmals präsentiert. Ende gut, alles gut? Alle Beteiligten hoffen genau dies. Denn seit fast eineinhalb Jahren herrscht ein wenig Ratlosigkeit. Nachdem der Saal aufgrund akuter Baumängel geschlossen werden musste, zog Pächterin Anke Ahlers die Reißleine und verabschiedete sich Ende Mai 2018 von der Rastatt. Die Hoffnung, das Gebäude erhalten und eventuell umbauen zu können, wie es die CDU gefordert hatte, wurde im September 2018 ad acta gelegt, nachdem ein Architekt nach Besichtigung mitteilte, dass das Gebäude nicht sanierungsfähig ist und ein Abbruch betriebswirtschaftlich sinnvoll und unumgänglich ist.

 Es wurde ein „Arbeitskreis Rastatt“ gegründet. Im Dezember vor einem Jahr entschied der Rat, den Bereich Rastatt einem Investor zu übergeben. Die Ausschreibung war sodann vom 7. März bis zum 30. April diesen Jahres. Auch Kontakte zur Gastronomie im Umkreis wurden aufgenommen. Die Ausschreibungsunterlagen wurden einmal angefordert, jedoch kein Angebot abgegeben. Um nicht den Kopf in den Sand zu stecken, wurde die Ausschreibung erneut gestartet und lief dann im Juni und Juli. Außerdem wurden Anzeigen in Fachzeitschriften veröffentlicht. Alle Bemühungen scheiterten. Am Montag könnte nun eine neue Ära eingeläutet werden.

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