Akribische Planung für erfolgreichen Trödelmarkt

Auch das gehört dazu: Christian Pohlmann hängt ein Werbebanner für den Trödelmarkt auf. Das Gestell dafür hat der Förderverein des Gartenhallenbads angeschafft und würde es auch anderen Vereinen zur Verfügung stellen. Foto: Griese

Nachrodt-Wiblingwerde - Wenn am Sonntag, 2. November, wieder rund 70 Standbetreiber und mehrere tausend Besucher ihren Spaß beim Trödelmarkt in der Lennehalle haben, denkt kaum jemand darüber nach, wie viel Arbeit in der Vorbereitung einer solchen Veranstaltung steckt. Organisator Christian Pohlmann weiß das sehr wohl. Er gewährte einen Blick hinter die Kulissen.

Die Vorbereitung eines solchen Hallentrödelmarktes zugunsten des Gartenhallenbads beginnt für 40-Jährigen bereits rund drei Monate vorher. Dann trudeln die ersten Anmeldungen von Standbetreibern bei ihm ein. Um möglichst jedem Interessenten einen Standplatz zuweisen zu können, hat Pohlmann die Lennehalle einmal zentimetergenau aufgemessen und die Daten in ein Raumplanungsprogramm eingegeben. Am Computer hat er dann genau geplant, wie die Tische aufgestellt und welche Fluchtwege freigehalten werden müssen. „So kann ich jeden Meter der Halle ausnutzen“, nennt Pohlmann den Vorteil solcher akribischen Planung.

Der Computer beziehungsweise das Internet leistet dem Cheforganisator des Hallentrödels noch weitere wertvolle Dienste. Beispielsweise organisiert er die Diensteinteilung für die Helfer über Tabellen und Listen, auf die jedermann über das Internet Zugriff hat. Wer will, kann sich dort als Helfer eintragen. „Natürlich gibt es auch Helfer, die das nicht so gut beherrschen, aber die spreche ich dann persönlich an“, erzählt Pohlmann.

Etwa 25 Helfer werden benötigt, um einen Trödelmarkt in der Lennehalle durchzuführen. Sie bewirten die Besucher oder führen an den Türen Einlasskontrollen durch, sie helfen beim Aufstellen der Verpflegungsstände und beim abschließenden Reinigen der Räume. Bereits zwei Tage vorher kaufen einige Helfer die benötigten Getränke und Speisen ein und lagern sie in der Lennehalle in Kühlschränken und -truhen ein. Einen Tag vor dem Trödelmarkt müssen die Standflächen markiert und teilweise die Tische aufgestellt werden. Der lange Trödelsonntag beginnt dann für einige schon morgens um 7 Uhr, wenn die ersten Standbetreiber eintreffen, die dann schon mit frisch aufgebrühtem Kaffee versorgt werden. Feierabend ist für die letzten Helfer erst am späten Abend, wenn die Lennehalle wieder von einer Markthalle in eine Sporthalle verwandelt worden ist. „Beim letzten Mal war ich abends um 22 Uhr zuhause“, erinnert sich Christian Pohlmann an eine 15-Stunden-Schicht.

Rund um den Trödelmarkt sind auch viele Aufgaben zu erledigen, die niemand zur Kenntnis nimmt: Behördengänge, Telefonate, Anbringen von Werbebannern, die Kontrolle der Toiletten, die Kennzeichnung von Parkplätzen und vieles mehr. Der Parksituation gilt beim Trödelmarkt am 2. November besondere Aufmerksamkeit. „Wir rechnen ja – über den Tag verteilt – mit einigen tausend Besuchern“, gibt Christian Pohlmann zu bedenken. Damit die sicher in die Lennehalle und anschließend wieder zu ihrem Auto kommen, wird direkt vor der Lennehalle auf der Wiblingwerder Straße (L 692) ein Parkverbot gelten. „Aber es gibt trotzdem genügend Parkplätze: an der Lennehalle, am Gartenhallenbad, am Stadion und auf dem Schulhof“, ist Pohlmann aufgrund dieser ordnungsbehördlichen Auflage keineswegs beunruhigt. So sollte jeder Besucher einen Platz für sein Fahrzeug finden können.

Nach dem Trödelmarkt gönnt sich Christian Pohlmann übrigens nur wenige Wochen Pause. Immerhin steht der nächste Hallentrödel, mit dessen Erlös ebenfalls das Gartenhallenbad unterstützt werden soll, schon für den 15. März auf dem Programm. „Die Anmeldungen dafür nehme ich aber erst ab Januar entgegen“, sagt Pohlmann. Etwa jeder zweite Standbetreiber ist nach seiner Erfahrung übrigens „Wiederholungstäter“, nimmt also nicht zum ersten Mal an einem Trödelmarkt in der Lennehalle teil. Wichtig ist Pohlmann aber auch, dass immer wieder neue Anbieter dazukommen. „So wird das Angebot auch immer wieder ein wenig aufgefrischt“, ist seine Erfahrung, dass neue Teilnehmer den Trödelmarkt interessant machen. - Volker Griese

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