MdL Schick enttäuscht über späten Baubeginn

Bürgermeisterin Birgit Tupat und der CDU-Landtagsabgeordnete Thorsten Schick tauschten sich am Mittwochmorgen über politische Themen aus.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Er sei enttäuscht über die Entwicklung im Zusammenhang mit dem Neubau der Lennebrücke in Nachrodt, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Thorsten Schick am Mittwoch. Der Iserlohner stattete Bürgermeisterin Birgit Tupat den offiziellen Antrittsbesuch ab und besprach mit ihr bei dieser Gelegenheit, wo die Doppelgemeinde der Schuh drückt.

Im Mittelpunkt hätten Themen gestanden, bei denen er Möglichkeiten sehe, sich in Düsseldorf für Nachrodt-Wiblingwerde einzusetzen, erklärte Schick nach der rund 90-minütigen Unterredung im Amtshaus. Zum Themenspektrum gehörte eben auch der Neubau der Brücke, die die Bundesstraße 236 über die Lenne führen soll. Zusammen mit dem damaligen NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke (CDU) habe er erreicht, dass das Land zwei dem Neubau im Weg stehende Häuser der Wohnungsbaugenossenschaft gekauft habe. Deshalb sei er jetzt enttäuscht darüber, dass die Baumaßnahme erst ab 2017 realisiert werden solle, befürchtete der Landespolitiker, dass das Projekt „auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben werden soll“. Er wolle sich in Düsseldorf für einen früheren Baubeginn einsetzen, versprach Schick, der dem Landtagsausschuss für Bauen,. Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr angehört. „Immerhin sind durch den Kauf der beiden Häuser ja auch schon Steuergelder investiert worden“, so der CDU-Politiker.

Als unbefriedigend bezeichnete Schick auch die Situation rund um die L 692. Eine Verbesserung dieser wichtigen Verbindungsstraße zwischen Nachrodt und Wiblingwerde sei derzeit auch nicht in Sicht. „Da werde ich aber dranbleiben“, versprach der Abgeordnete.

Mit Interesse beobachtet Thorsten Schick nach eigener Aussage die Entwicklung der interkommunalen Zusammenarbeit zwischen Nachrodt-Wiblingwerde und Altena. „Das ist sehr spannend“, sagte er vor allem mit Blick auf die gemeinsame Sekundarschule. Den beiden Verwaltungen, aber auch den Lehrerkollegien sprach Schick, der vor seinem Wiedereinzug in den Landtag zwei Jahre als Hauptschullehrer gearbeitet hatte, ein großes Lob aus: „Die haben richtig etwas geleistet!“ Was die weitere Zusammenarbeit zwischen Kommunen angeht, liegt nach Schicks Auffassung aber vieles im Argen. Die Schuld dafür sieht er in erster Linie bei der Landesregierung. Deren Aufgabe sei es, „alles möglich zu unternehmen, damit eine Zusammenarbeit auch möglich ist“. Stattdessen scheitere die interkommunale Zusammenarbeit in vielen Fällen an bürokratischen Hürden. „Die Landsregierung muss rechtliche Standards überprüfen, um die interkommunale Zusammenarbeit zu fördern. Anderenfalls entsteht bei den Kommunen Frustration“, befürchtet Schick, dass gut gemeinte Bemühungen auf kommunaler Ebene im Sande verlaufen könnten. ▪ Volker Griese

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