Herbel sieht interkommunale Zusammenarbeit skeptisch

+
CDU-Fraktionschef Peter Herbel glaubt inzwischen nicht mehr daran, dass die interkommunale Zusammenarbeit mit Altena große Früchte abwirft.

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Die planerische Entwicklung der Gemeinde und die interkommunale Zusammenarbeit mit Altena machte CDU-Fraktionschef Peter Herbel am Donnerstagabend zum Thema seiner Ausführungen in der Mitgliederversammlung des CDU-Gemeindeverbandes.

Bevor die Christdemokraten ihre Kandidaten für die Kommunalwahl bestimmten, skizzierte Herbel damit, wo aus seiner Sicht Handlunsbedarf besteht.

Es werde für die Gemeinde immer schwieriger neue Gewerbe- und Siedlungsgebiete auszuweisen, beklagte Herbel. Der Grund dafür sei im Landesentwicklungsplan zu suchen, durch den das Land die Möglichkeiten stark einschränke. Durch die darin enthaltenen Vorgaben werde der landliche Raum benachteiligt. Immerhin: Für 2014 erwartet Herbel die Erschließung des Neubaugebietes „Alter Sportplatz“ in Wiblingwerde. Im Hinblick auf den demografischen Wandel seien solche Maßnahmen dringend erforderlich betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende. „Wir müssen junge Familien in unsere Gemeinde locken“, sagte er. Dafür sei das Neubaugebiet in Wiblingwerde, das Familien mit Kindern den günsigen Bau eines Eigenheimes ermöglichen solle, gut geeignet.

Kein gutes Zeugnis stellte Herbel der Gemeindeverwaltung aus, als er die interkommunale Zusammenarbeit ansprach. Die Kooperatiion mit der Nachbarstadt Altena komme einfach nicht richtig in Schwung, kritsierte er und sah die Gründe dafür im Amtshaus. „Die Chemie zwischen den beiden Verwaltungen scheint einfach nicht zu stimmen“, vermutete Herbel Verständigungsprobleme zwischen den Vertretern von Gemeinde- und Stadtverwaltung. Von der Euphorie, die die Aussicht auf Einspareffekte durch die Zusammenarbeit in verschiedenen Verwaltungsbereichen und beim Bauhof einst ausgelöst hat, ist bei Herbel nicht mehr viel übrig geblieben. „Ich bin inzwischen sehr skeptisch, dass daraus noch etwas wird“, äußerte er sich am Donnerstag. - Volker Griese

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare