Neue Broschüre

Investieren für das Klima

Alte Häuser sind oft echte Energiefresser. „Investieren statt Verheizen“ heißt deshalb ein Thema im Rahmen des Projektes „Klimaschutz mit Bravour“ der Bezirksregierung, an dem sich die Gemeinde beteiligt.

Carolin Jarmatz, Klimaschutzmanagerin der Doppelgemeinde, präsentiert die neuen Flyer, die jetzt für die Bürger ausliegen.

Nachrodt-Wiblingwerde - Klimaschutzmanagerin Carolin Jarmatz hat 1000 Broschüren bekommen, die jetzt im Amtshaus und in wenigen Tagen auch in den Geschäften ausliegen sollen. Mit Informationen zu „Sanieren lohnt sich“ und „Saubere Energie selbst gemacht“ kann jeder interessierte Bürger einen Einstieg in die Themen finden und erfahren, welche Finanzspritzen es gibt und wo professionelle Beratung und Planung möglich sind.

Hilfe durch die Bezirksregierung

Häufig fehlt es den Kommunen vor Ort an Ressourcen, die Aufklärung über aktualisierte Rahmenbedingungen zu Erneuerbaren-Energien-Technologien selbst in Angriff zu nehmen. Und auch muss nicht jede Stadt ihr eigenes Süppchen kochen, wenn allerorts dieselben Anliegen gefragt sind. Deshalb bietet die Bezirksregierung den jetzt 78 teilnehmenden Kommunen Informationsmaterialien zu den Themen Nutzerverhalten, Mobilität, Gebäudemodernisierung, Energie und Klimafolgenanpassung. Nachrodt-Wiblingwerde hat sich entschieden, besonders die energetische Sanierung und die Vorteile von Photovoltaik in den Mittelpunkt zu rücken. Als kleines Bonbon dabei ist übrigens das Titelblatt der Broschüre, das die Wiblingwerder Kirche samt Bücher-Telefonzelle zeigt.

Stichwort Photovoltaik: Obwohl PV-Dachflächenanlagen laut einer Studie der Agora Energiewende mit 81 Prozent die gesellschaftlich höchste Akzeptanz unter den Erneuerbaren-Energien-Technologien haben, werden im Durchschnitt nur fünf Prozent des PV-Dachflächenpotenzials im Regierungsbezirk genutzt.

Solaranlagen clever nutzen

Heute sei so eine Anlage gut bezahlbar und schnell aufgebaut. „Mit einer 4-kWp-Anlage deckt ein Drei-Personen-Haushalt schon etwa ein Drittel des Stromverbrauchs und spart bis zu 350 Euro in Jahr“, so eine Information der Bezirksregierung. Spannend dürfte in diesem Zusammenhang auch die clevere Nutzung sein: Man kann den Eigenverbrauch deutlich erhöhen, wenn man durch moderne Technik die Spül- oder Waschmaschine dann laufen lässt, wenn der selbst erzeugte Strom gewonnen wird. Wer dann noch sein E-Auto lädt, ist im modernen Zeitalter angekommen.

Was für den Bürger möglich ist, soll auch für die Gemeinde keine Zukunftsmusik mehr sein. Carolin Jarmatz setzt sich gerade mit der Förderung von Beratungsleistungen zum Photovoltaikausbau auseinander. „Ich hoffe, dass wir die Förderung bekommen, um eine Machbarkeitsstudie für Photovoltaik auf den kommunalen Dächern in Auftrag geben können“, so die Klimaschutzmanagerin. Die maximale Förderung beträgt 40000 Euro. Welche Kosten für Planungsleistungen überhaupt entstehen, ist gerade das Thema, mit dem sich Carolin Jarmatz beschäftigt. Zudem geht es aktuell um die Umrüstung aller Straßenlaternen auf LED. „Die Frage ist nur, ob wir wie bisher die komplette Leuchte austauschen oder ob wir nur das Innenleben auf LED umrüsten, was größtenteils möglich ist.“

Nächstes Thema: Die Heiung

Für das nächste Jahr plant die Klimaschutzmanagerin Beratungsangebote für ei Bürger zur Heizungsoptimierung und zur energetischen Sanierung – als Infotage in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale. Ebenfalls hofft sie darauf, mit dem Kreis eine Auflistung sämtlicher Klimaprojekte im Umkreis erstellen zu können, um den Bürgern zeigen zu können, welche Klima-Fortschritte gemacht werden.

Rubriklistenbild: © Fischer-Bolz

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