An der früheren Rastatt

Bus an der Lenne: Gespräche über Gott und die Welt

Dieter Gütting (rechts) und Jonathan Frank am Kulturdialog-Bus an der ehemaligen Rastatt, den die evangelisch-freikirchkirchliche Gemeinde Nachrodt mit der Barmer-Zeltmission anbietet.
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Dieter Gütting (rechts) und Jonathan Frank am Kulturdialog-Bus an der ehemaligen Rastatt.

Wer ist eigentlich Gott? Was ist Glauben und warum glaubt man? Gespräche über Gott und die Welt solle sgeben am Kultur-Dialog-Bus, der derzeit in Nachrodt steht. Das Interesse ist groß.

Nachrodt-Wiblingwerde – Wer ist eigentlich Gott? Im Islam ist es Allah und Mohammed ist sein Prophet. Im Christentum ist Jesus die zentale Person, im Hinduismus werden 330 Millionen Götter genannt. Und über allem steht der Glaube der Menschen, manchmal unverrückbar, manchmal wankend – und bei vielen gar nicht oder nicht mehr vorhanden. Miteinander ins Gespräch kommen über „Gott und die Welt“ ist in dieser Woche vor und im Kulturdialog-Bus möglich, der noch bis Sonntag, 15. August, an der ehemaligen Rastatt steht. Auf Einladung der evangelisch-freikirchliche Gemeinde Nachrodt bietet die Barmer-Zeltmission einen mobilen Treffpunkt an.

„Viele Menschen wissen nichts vom christlichen Glauben“, sagt Dieter Gütting mit Blick auf Menschen, die beispielsweise nach Deutschland geflüchtet sind. Migranten sind also eingeladen, aber auch jeder andere, der Lust auf Informationen zum Christsein hat.

Gespräche und Treffen: Qualität statt Quantität entscheidend

„Wir wollen sicherlich auch Menschen für Jesus gewinnen“, so Dieter Gütting, der derzeit täglich persönlich vor Ort ist. Mit dabei ist auch Oliver Schönberg, der von Mai bis Oktober mit dem Bus der Zeltmission in Deutschland und Österreich unterwegs ist. Die Barmer Zeltmission, 1953 in Wuppertal-Barmen gegründet, arbeitet unter anderem mit vielen Freikirchen zusammen.

Oliver Schönberg ist von Mai bis Oktober mit dem Dialog-Bus unterwegs. In Nachrodt hat er auch jede Menge Literatur dabei.

„In großen Städten sind zwar mehr Menschen unterwegs, aber es geht ja nicht um die Masse, sondern um die Qualität der Gespräche“, sagt der 40-Jährige, der einst Maurer war, später dann die freie theologischen Fachschule in Breckerfeld besuchte und jetzt im missionarischen Dienst unterwegs ist. Die „frohe Botschaft der Bibel“, so der Ansatz, soll möglichst vielen Menschen weitergesagt werden.

Konvertieren ist ein Thema

Die Neugierde der Nachrodter ist augenscheinlich recht groß, denn immer wieder kommen Leute vorbei, trinken einen Kaffee, stöbern in den Büchern. So findet man beispielsweise das Neue Testament in den unterschiedlichsten Sprachen, mal auch gemischt – arabisch-deutsch. „Es gibt durchaus Menschen mit einem muslimischen Hintergrund, die sich zu Jesus bekennen“, sagt Oliver Schönberg.

Allerdings gebe es Berichte aus dem Iran oder Syrien von Menschen, die dort viel verlieren würden. Dort, wo der Islam Staatsreligion und tragende Säule der staatlichen Ordnung ist, bedeutet Glaubenswechsel Erschütterung der muslimischen Gemeinschaft. Und trotzdem: Wie die internationale Gesellschaft für Menschenrechte erklärt, wächst trotz Verfolgung und immensen Schwierigkeiten die Zahl der Konvertiten in der islamischen Welt.

Freiluft-Gottesdienst zum Abschluss

Im Bus an der ehemaligen Rastatt kann es um alles gehen: um Diskussionen, um Fragen oder um das Phänomen der Weltreligionen an sich. Der Bus ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Kaffee gibt es gratis. Vielleicht aber, wenn das Interesse nachmittags und abends größer ist, wird an den Öffnungszeiten noch geschraubt.

Am Sonntag, 15. August, steht bei gutem Wetter zum Abschluss ein Open-Air-Gottesdienst für alle Interessenten ab 11 Uhr an den Lenneterrassen an.

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