„Aufgeregt, weil alle heute 50 werden“

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Großen Andrang gab es beim Kinderschminken. Hier wurden allerhand bunte Motive unters Volk gebracht.

Nachrodt-Wiblingwerde -   Bunte Luftballons rund um den Kindergarten St. Elisabeth zeigen an, dass etwas los ist. Am Freitag wurde an der Hagener Straße groß Geburtstag gefeiert – die Einrichtung besteht seit einem halben Jahrhundert.

Und dazu war nicht nur Trine gekommen, ein weiblicher Clown aus Dortmund. Es erschienen Eltern, Großeltern, Geschwister und ehemalige Mitarbeiter. Eigentlich heißt der Gast im Clownskostüm Melanie Heinemann, aber in ihrer Clownrolle „Trine“ kam sie bei den Junioren prima an: Fast alle Kinder mögen einen Clown, aber noch toller wird es, wenn der Clown auch noch zaubern und jonglieren kann. Und da ließ „Trine“ sich nicht lumpen, band das Publikum immer wieder gekonnt mit ein. Und auch hier spielten Luftballons wieder eine Rolle, denn „Trine“ formte aus ihnen mit geschickten Handgriffen schnell allerhand Tiere, die sie den Kindern als Präsent überreichte.

Trine hatte aber auch „Zauberwasser“ in ihrem „Zauberkoffer“, eine Hupe und eine Zeitung und zeigte, dass mit all diesen Utensilien trefflich zaubern kann – wenn ihr die Jungen und Mädchen dabei noch halfen, klappe das übrigens um so besser.

In einer kurzen Ansprache ging Sandra Schwieren als Leiterin der Einrichtung nach einem Gottesdienst mit Pastor Hermann Josef Lösing ein wenig auf die Geschichte des Kindergartens ein. Für den Träger sprach Hannelore Berkemeier, Abteilungsleiterin für den Bereich Altena-Lüdenscheid im Kita-Zweckverband des Bistums Essen und Pfarrer Hans Ulrich Schmalenbach. Von ihm gab es ein großes Lob für die Einrichtung, an der Hagener Straße, die dank des engagierten Teams um Sandra Schwieren „einen zweiten Frühling erlebt.“ Für die Kommune sprach Gerd Schröder als Stellvertreter von Bürgermeisterin Birgit Tupat ein Grußwort. Yvonne Waschke hatte sich mit dem Elternrat ein Geschenk mit langer Lebensdauer einfallen lassen. Alle Besucher des Festes konnten auf einem bespannten Keilrahmen einen Daumenabdruck hinterlassen. „Wir drücken unserem Kindergarten für die nächsten 50 Jahre die Daumen“, hieß es auf der Leinwand.

Schwieren selbst erinnerte daran, dass das Grundstück der Kita 1952 von Pfarrer Wilhelm Heide für die Kirchengemeinde erworben worden war. 1960 ging es unter Pfarrer August Hennecke an die Umsetzung der Pläne, und am 5. Juli 1964 wurde das Haus von Dechant Bultmann eingeweiht.

Gleich nach dem Gottesdienst, bei dem die Kinder natürlich mitgewirkt hatten, füllte sich das Freigelände mit den Jubiläumsgästen. „Heute ist ein schöner Tag“, sagt ein Mädchen. Sandra Schwieren gestand, dass sie – aber natürlich auch die 40 Kinder der Einrichtung – im Vorfeld ganz schön nervös gewesen war. „Wir konnten alle nicht schlafen, weil wir alle heute 50 werden.“ - Von Thomas Keim

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