Es werden fast keine Markierungen neu aufgezeichnet

Geschwister-Scholl-Straße: Bürgermeisterin spricht ein Machtwort

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Die Anwohner der Geschwister-Scholl-Straße sind einig: Parkboxen unerwünscht!

Nachrodt-Wiblingwerde - Manchmal muss es eben ein Machtwort sein. Das hat offenbar Bürgermeisterin Birgit Tupat gesprochen. Und liegt damit voll auf der Linie von mehr als 20 Anwohnern der Geschwister-Scholl-Straße in der Doppelgemeinde.

Die waren Sturm gelaufen gegen Pläne der Verwaltung, auf ihrer engen Straße „von jetzt auf gleich“ amtlich markierte und damit genormte Parkboxen einzuzeichnen. In der Konsequenz hätte das nämlich, so rechneten es unter anderem Reimund Steckelberg und Gerd Schmitz vor, so um die 15 bisher zu nutzende Parkflächen gekostet.

„Das wollte von uns niemand“, so das Duo. Das gehe am tatsächlichen Bedarf vorbei und führe in der Konsequenz zu Parkraumnot. Den Streit um die Parkboxen, die Schmitz humorig als „Kästen für die Landung von Tauben“ bezeichnet hatte, trat ganz offenbar ein Nachbar los. Der wollte, so war es auf der Versammlung der Anwohner zu hören, offenbar nicht hinnehmen, das vor seinem Haus geparkt wurde. 

Ansicht des Perthes-Heimes. Seit 2011 sorgt der Besuchsverkehr zusätzlich für Parkprobleme.

Parkprobleme sehen und sahen dagegen die meisten Anwohner sowohl im oberen als auch im unteren Bereich ihrer Straße nicht. Steckelberg: „Wir haben uns und unsere Parkgewohnheiten stets gegenseitig toleriert. Es gab nie Streitigkeiten oder unterschiedliche Auffassungen beim Abstellen unserer Fahrzeuge.“ Los ging die Debatte um Parkbuchten an der Geschwister-Scholl-Straße im Jahr 2011. Denn zu diesem Zeitpunkt wurde das Perthes-Seniorenheim in Betrieb genommen.

2011 fing alles an

Seit dieser Zeit sei der obere Bereich durch Parkplatz-Suchverkehr aber auch Bedienstete, Therapeuten, ehrenamtliche Helfer und nicht zuletzt durch Gäste erst ausgelöst worden. Darauf, das sagten sowohl Schmitz als auch Steckelberg, habe man bereits damals in einer Bürgerversammlung hingewiesen. „Es wurden beim Bau 2011 viel zu wenig Parkplätze gefordert.“ Die Anwohner waren und sind der Auffassung, dass es sehr wohl Bediensteten zuzumuten sei, nicht direkt vor dem Perthes-Haus zu parken zumal ihr Wohnumfeld durch Kfz-Verkehr zum nahen Kindergarten zusätzlich belastet werde. Schreiben, E-Mails und Anrufe gingen zwischen Bürgern, Gemeinde, Politikern und Kreis hin und her. Bis die Bürgermeisterin in einem Telefongespräch zu Wochenbeginn geäußert habe, wenn doch alles gut sei, warum solle das denn geändert werden? Sie habe sich halt auf ihren Fachbereich im Amtshaus verlassen.

Nachbarn angeschrieben

Steckelberg schrieb dennoch zwischenzeitlich den Märkischen Kreis, die drei im Rat der Doppelgemeinde vertretenden Parteien und alle Nachbarn an und informierte sie über den Zwischenstand. Jetzt ist er und die Nachbarschaft über die neue, alte Lösung froh. 

Vor dem Awo-Kindergarten gibt es bald eine neue Sperrfläche, die die Gemeinde markiert. Hier ist das Parken dann verboten.

Auf Anfrage sagte Axel Boshamer, Leiter des Ordnungsamtes und Stellvertreter der Bürgermeisterin: „Die angedachten Parkmarkierungen fallen (fast) alle weg. Nach Vorgabe der Polizei, der Rettungsdienste und Feuerwehr gibt es nur folgende Veränderungen: -  Neu eingerichtet werden Behindertenparkplätze vor den Häusern Geschwister-Scholl-Straße 3 und 25; -  Sperrflächen werden vor dem Awo-Kindergarten, unterhalb der Kampstraße 7 und gegenüber der Kampstraße 7 bis 11 angebracht.“

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