Neues aus der Gemeinde

Aufmerksame Zuhörerinnen hatte die Ratsvorsitzende und Verwaltungschef im Gemeindehaus an der Kirchstraße. Dort kamen viele aktuelle Themen zur Sprache, natürlich auch die Lennebrücke. - Fotos: Keim

Nachrodt-Wiblingwerde - Jugendzentrum, Gemeindestraßen, Schulen und – natürlich – die Lennebrücke. Bürgermeisterin Birgit Tupat war am Mittwoch zu Gast bei der Frauenhilfe im Gemeindehaus an der Kirchstraße und konnte thematisch aus dem Vollen schöpfen.

„Aktuelles aus der Gemeinde“ war ihr Vortrag überschrieben. Beim Blick in ihren Terminkalender hatte die Verwaltungschefin festgestellt, dass sie vor etwas mehr als zwölf Monaten zuletzt vor dieser Frauenrunde gesprochen hatte. „So schnell geht ein Jahr vorbei“. Dass sich in diesem Zeitraum einiges getan hat in der Doppelgemeinde, das fasste Tupat nun einem kurzweiligen Referat zusammen.

Tupat wies auf eine erfreuliche Entwicklung hin: Die Doppelgemeinde sei eine der wenigen Kommunen im Land, die bei der Einwohnerentwicklung ein Geburten-Plus vorweisen könne. Da sei es in gewisser Hinsicht natürlich schade, dass man sich gezwungen sah, das Jugendzentrum zu schließen. In Abstimmung mit dem Märkischen Kreis, der den Großteil der Kosten trägt, und in Kooperation mit dem evangelischen Jugendreferat Iserlohn sei es aber gelungen, in der „Nachrodter Kurve“ ein neues Angebot zu etablieren. Zwei Vollzeitstellen stehen dort jetzt zur Verfügung, wobei auch „aufsuchende Jugendarbeit“ betrieben werde. In einer Testphase bis zum Ende des Jahres hat das JZ nun wochentags von Montag bis Freitag in der Zeit von 15 bis 20 Uhr geöffnet. So soll ermittelt werden, welche Tage und Uhrzeiten bei den Besuchern am besten ankommen. Es gebe zudem Überlegungen, auch am Samstag oder Sonntag Angebote zu machen. „Da ist es vielen Jugendlichen zuhause langweilig.“

Nichts Neues gebe es derzeit zum Thema evangelischer Friedhof. Für November sei aber ein Gespräch mit Superintendentin Espeloer in Iserlohn anberaumt.

Einen nicht ganz aus der Luft gegriffenen Einwurf gab es, als Tupat das Thema Lennebrücke aufgriff. „Wir Älteren werden es wohl nicht mehr erleben, dass da eine neue Brücke hinkommt“, meinte eine Besucherin. „Das ist ja wie mit dem Berliner Flughafen.“

Fakt sei: „Seit Beginn des Jahres ist alles anders.“ Da hatte der Rat beschlossen, dass er mit der gegenwärtigen Planung von StraßenNRW nicht einverstanden ist. Die Bürgermeisterin wies darauf hin, dass über einen Brückenneubau in der Tat seit 30 Jahren nachgedacht werde. Sogar eine Tunnel-Lösung sei einmal im Gespräch gewesen. „Aber so etwas bezahlt niemand mehr.“ Natürlich werde sie immer wieder nach dem Zeitpunkt eines möglichen Neubaus gefragt; sie wolle aber keine falschen Erwartungen wecken. „Dazu sage ich mittlerweile nichts mehr. Wie es weiter geht, wissen wir noch nicht.“

Die Brücke wird nun regelmäßig kontrolliert. Unangenehm könne es werden, wenn der Prüfingenieur eines Tages feststelle, dass sich der Zustand weiter verschlechtert hat. Dann drohe die Sperrung der Brücke für den Schwerverkehr. „Das hätte ungeahnte Folgen. Die Brücke versorgt schließlich das Lennetal bis hinauf nach Plettenberg.“

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