Positives erstes Gespräch mit Amprion

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„Wiblingwerde spannungsfrei“: Das erste Gespräch mit Amprion hat stattgefunden. Mit dabei waren aus diesem Team waren Matthias Lohmann, Michael Neuhaus, Melanie Kufahl sowie Anne Stamm.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Wir fühlen uns sehr bestätigt in dem, was wir tun. Und sind froh, wieviel Ernsthaftigkeit wir damit ausgelöst haben“, sagt Matthias Lohmann. Er ist nicht überrascht oder verwundert, dass der erste Austausch mit dem Netzbetreiber Amprion so positiv über die Bühne gegangen ist.

Lohmann sieht sich mit seinen Mitstreitern von „Wiblingwerde spannungsfrei“ vielmehr auf dem richtigen Weg. Und auch Amprion-Sprecher Claas Hammes war gestern voll des Lobes.

Ziel der Bürgerinitiative „Wiblingwerde spannungsfrei“ ist die Realisierung der neuen Strom-Trasse auf der Bestandstrasse zu vermeiden und eine Trassenführung zu finden, die alle Belange bestmöglich berücksichtigt – auch diejenigen der Ost-Variante. So weit, so schwierig. „Wir wurden von vier Leuten empfangen“, erzählt Matthias Lohmann über das erste Treffen in Dortmund, an dem aus dem Vereinsvorstand auch Michael Neuhaus und Melanie Kufahl sowie Anne Stamm als Rechtsberaterin teilnahmen.

Klageweg vermeiden

„Sämtliche Argumente im Hinblick auf die zwei zur Diskussion stehenden Trassenführungen wurden von Amprion zu keiner Zeit entrückt, sondern stellenweise dankend und zur Prüfung aufgenommen. Zudem konnten die von uns vorgetragenen Bedenken zur Bestandstrasse durch Amprion jederzeit nachvollzogen werden. Beide Seiten waren sich einig, dass im weiteren Verlauf alle Anstrengungen unternommen werden sollten, um das Bestreiten des Klageweges möglichst zu vermeiden.“

Genau so wird es auch auf einem neuen Newsletter stehen, der an die Vereinsmitglieder von „Wiblingwerde spannungsfrei“ geht.

Bürgerinitiativen, die sich fast allerorts gründen und gegen geplante und so formulierte „Monstertrassen“ zu Felde ziehen, sind für Amprion kein Dorn im Auge. So sagt Amprion Sprecher Claas Hammes, dass Bürgerinitiativen für das Unternehmen Ansprechpartner in der Region sind. „Das hat Vorteile“, so Hammes. „Wenn das dazu beiträgt, dass wir unsere Arbeit besser erklären können, dann ist das förderlich. Wir finden die Kommunikation mit den Betroffenen sehr wichtig.“ Eine Bürgerinitiative könne dazu beitragen, dass die Gespräche konstruktiv verlaufen würden.

Sachlichkeit statt Eskalation

Das ist auf jeden Fall das Anliegen von „Wiblingwerde spannungsfrei“. Der Vorstand setzt nicht auf Eskalation, sondern auf Sachlichkeit. Und verkündet: „Unter Anbetracht der aktuellen Gegebenheiten kann ein Einreichen der Planfeststellungsunterlagen im 1. Quartal 2017 – wie auf den Bürgerinfomärkten im November 2016 durch Amprion kommuniziert – nicht eingehalten werden.“

Amprion hat als Übertragungsnetzbetreiber den gesetzlichen Auftrag, die Stromtrasse neu zu bauen, die im Dortmunder Stadtgebiet beginnt und in Rheinland-Pfalz endet. Die Stromspannung wird von jetzt 220 kV auf 380 kV (=380.000 V) erhöht. Im Raumordnungsverfahren haben die Gutachter den Einfluss auf verschiedene Faktoren untersucht, darunter Mensch, Natur und Umwelt. Die Gutachter haben der Variante Wiblingwerde-OST den Vorzug gegeben. Der Rat der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde hat sich dieser Meinung angeschlossen. Aber: Das Raumordnungsverfahren hat keinen bindenden Charakter.

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