Langjährigster Fahrer gibt Steuer aus der Hand

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Der Vorsitzende des Bürgerbusvereins, Herbert Ferreau (r.), verabschiedete den bisherigen Vereinskassierer Wolfgang Simon (l.) und begrüßte seine Nachfolgerin Gabi Pischke.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Seinen langjährigsten Fahrer verabschiedete der Vorsitzende des Bürgerbusvereins, Herbert Ferreau, aus dem aktiven Dienst. Ewald Pischke saß 16 Jahre, so lange wie noch niemand vor ihm, hinter dem Steuer und beförderte kleine wie große Passagiere sicher von A nach B.

Der Fahrer der ersten Stunde gehörte außerdem zu den Gründungsmitgliedern des Bürgerbusvereins und wird von seinen Vereinskameraden gerne „das Geschichtsbuch des Vereins“ genannt. „Er übernahm Verantwortung und ist auch heute noch im Vorstand tätig“, würdigte Ferreau in der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend Pischkes langjährige Funktion als Schriftführer. Als solcher wird er dem Verein auch weiterhin zur Verfügung stehen.

Verabschieden musste der Vorsitzende außerdem Kassierer Wolfgang Simon, der aus persönlichen Gründen sein Amt niederlegte. Auch Simon zähle zu den Fahrern der ersten Stunde und habe sein Amt als Kassierer stets gewissenhaft und kompetent geführt, bedankte sich Ferreau für die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Zur neuen Kassiererin bestimmte die Versammlung Gabi Pischke.

Ferreau erinnerte in seinem Bericht an die „sinnvolle Aufgabe des Bürgerbusvereins“, die er durch die große Zahl an Fahrgästen bestätigt sieht. Im vergangenen Jahr habe der Fahrdienst an keinem einzigen Tag eingestellt werden müssen, freute sich der Vorsitzende. Noch kann der Service gut aufrechterhalten werden – die Zahl der Fahrer sei zufriedenstellend, so Ferreau. Im vergangenen Jahr mussten allerdings zwei aktive Mitglieder altersbedingt aufhören, was die Zahl der Fahrer auf 18 reduzierte. Und diese Tatsache wird sich in den kommenden Jahren wiederholen, was den Vorstand erneut mit der Frage konfrontierte, wie neue Fahrer gewonnen werden können. „Die persönliche Ansprache führt zum Erfolg“, appellierte Ferreau an die Versammlung.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr konnte Reinhard Ittershagen in seinem Bericht „eine insgesamt positive Bilanz“ ziehen. Zudem erinnerte er an die Besonderheiten im abgelaufenen Vereinsjahr, zu denen unter anderem ein Auffrischungskurs in erster Hilfe zählte. In guter Erinnerung geblieben ist auch die gemeinsame Wanderung mit den Bürgerbusvereinen aus Halver, Kierspe, Schalksmühle und Wipperfürth. Außerdem unterstützten die Fahrer die katholische Kirchengemeinde, die in der letzten Sommerferienwoche eine 50-köpfige Gruppe von Kindern zu betreuen hatte. Auf dem Bauernhof von Dieter Simon in Haste sorgte der Bürgerbusverein für die Verpflegung der Gäste. Der Jahresausflug führte diesmal ins Emsland, mit Führung durch einen botanischen Garten sowie einer zweistündigen Bootsfahrt auf der Ems. Das Reibeplätzchenbackteam unterstützte im vergangenen Jahr traditionsgemäß die Nachrodter Mahlzeit, und auch den Nachrodter Weihnachtsmarkt bereicherte der Verein mit dem Verkauf von Erbsensuppe, die von der Gaststätte Zur Rastatt gespendet worden war. „Der Überschuss soll bei verschiedenen Veranstaltungen von Seniorenkreisen innerhalb der Gemeinde für Kaffee und Kuchen, bei Kinderfreizeiten und bei der Nachrodter Mahlzeit verwendet werden“, so Ittershagen.

Die Statistik zeigt, dass die Fahrer des Bürgerbusses an 251 Tagen 33 596 Kilometer gefahren sind. „Insgesamt haben wir 9942 Fahrgäste befördert. Mit 2799 waren das knapp 30 Prozent Kinder, daneben 4161 Erwachsene gegen Entgelt und 2982 Erwachsene aufgrund einer Schwerbehindertenbescheinigung“, erläuterte Ittershagen die Zahlen. ▪ Susanne Riedl

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