Fahrgastzahlen gehen zurück

Bürgerbusverein Nachrodt sucht weitere Fahrer

+
Blick auf den Vorstandstisch des Bürgerbusvereins Nachrodt.

Nachrodt.-Wiblingwerde - Zu ihrer Jahreshauptversammlung trafen sich die Mitglieder des Bürgerbusvereins Nachrodt-Wiblingwerde erstmals in der Gaststätte zur schönen Aussicht. Dass die Bürgerbus-Freunde der Verlust der Rastatt schwer getroffen hat: Auch dies betonte der 1. Vorsitzende Dieter Nölke in seinem Jahresbericht. „Mit der Gaststätte zur schönen Aussicht haben wir jedoch schnell eine perfekte Alternative gefunden und fühlen uns hier sehr wohl“, fügte Geschäftsführer Rolf Schulze noch an.

Weitere Punkte des Jahresrückblicks: Das beantragte Leader-Projekt, das gemeinsam mit dem Heimatverein, dem Turnverein Wiblingwerde und der Gemeinde auf den Weg gebracht worden war, ist mittlerweile gestartet. Hierdurch sollen sich die Vereine auf einer gemeinsamen Plattform enger vernetzen, über Termine austauschen und bei Veranstaltungen gegenseitig unterstützen. „Wir wünschen uns, dass sich alle Vereine innerhalb der Gemeinde an diesem Vorhaben beteiligen“, so Nölke.

Positive Nachrichten - aber auch ein Dämpfer

Bei allen positiven Nachrichten musste der 1. Vorsitzende allerdings auch einen kleinen Dämpfer verkünden. Der Grund: „Rückläufige Fahrgastzahlen sollten uns aufhorchen lassen. Wir dürfen keine Gelegenheit auslassen, für den Bürgerbus zu werben, um diesen Trend zu stoppen.“ Rolf Schulze berichtete später in seiner Funktion als Geschäftsführer von einem Rückgang um 8,5 Prozent. Platzprobleme bei der Lagerung des Materials seien hingegen durch einen neuen Raum gelöst worden. Er sei nun fertiggestellt und vollständig eingeräumt. Darüber hinaus standen im vergangenen Jahr mit einer Fahrt nach Xanten und Wanderungen mit befreundeten Bürgerbusvereinen auch zahlreiche Aktivitäten auf dem Programm.

Nach Xanten

„Sie dienten zwar dem geselligen Beisammensein, sind aber von den Beteiligungszahlen noch ausbaufähig“, unterstrich Dieter Nölke. Mit der Anschaffung der neuen Polo-Shirts habe der Verein jetzt aber ein schönes und vor allem einheitliches Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit. Leider habe im vergangenen Jahr „auch wieder der Amtsschimmel gewiehert“, mit dem Ergebnis, dass keine Sonderfahrten mehr außerhalb des normalen Liniendienstes erlaubt seien. Hintergrund: Jede außerplanmäßige Fahrt müsste über die MGV drei Monate im Voraus bei der Bezirksregierung in Arnsberg beantragt und auch genehmigt werden. „Wie dies in Deutschland gelingen soll, kann sich sicherlich jeder selbst ausmalen.“

Gut war die Beteiligung der Aktiven bei der Generalversammlung des Bürgerbusvereins.

Dennoch: Das Engagement aller Vereinsmitglieder habe im vergangenen Jahr dazu beigetragen, die Zusammengehörigkeit weiter zu stärken. Als Highlight führte Dieter Nölke den Weihnachtsmarkt an, „wo wir diesmal mit einem zweiten Zelt den Sitz- und Arbeitsbereich erheblich erweitert haben.“ Zu den Zahlen: Während im Jahr 2018 zwei Fahrer ihren aktiven Dienst beendet haben, sind zurzeit noch 21 Vereinsmitglieder aktiv dabei. Insgesamt zählt der Bürgerbusverein 76 Mitglieder. Trotz der guten Statistik gab Geschäftsführer Rolf Schulze in seinem Geschäftsbericht eine insgesamt fast positive Bilanz ab.

Sperrung

Durch die Aufhebung der Sperrung in den Serpentinen konnte der Verein immerhin wieder zu einem normalen Fahrplan zurückkehren. „Die einseitige Befahrung der Nachrodter Brücke hat sich im Jahr 2018 auch als einigermaßen problemlos erwiesen.“ Durch die Erfahrung und Umsichtigkeit der Fahrerinnen und Fahrer konnte das abgelaufene Jahr mit nur einem kleinen Blechschaden abgeschlossen werden. Ein Ersatzbus sei nicht in Anspruch genommen worden: „Hierfür herzlichen Dank.“ Was die gefahrene Wegstrecke angeht: hier kam der Verein an 246 Tagen auf insgesamt 33494 Kilometer, was einem monatlichen Durchschnitt von 2791 Kilometern entspricht. „Insgesamt haben wir 7175 Personen befördert, darunter 2205 Kinder“, so Schulze. Leider wurde gegenüber 2017 keine Steigerung der Fahrgastzahlen erreicht. Für das laufende Jahr, so die Hoffnung, solle zumindest das Ergebnis von 2018 erzielt werden.

2205 Kinder gefahren

Darüber hinaus gab es noch zwei Personalien zu verkünden. So wurde Kassiererin Gaby Pischke ohne Gegenstimme oder Enthaltung in ihrem Amt bestätigt. Zuvor hatte Dieter Nölke ihr ein Blumengeschenk für die hervorragende Arbeit der vergangenen Jahre überreicht. Auf den Einwand, dass der Verein doch sparen müsse, erwiderte Nölke: „Wenn wir am zweiten Tag des Weihnachtsmarkts in diesem Jahr besseres Wetter haben, sind die Blumen schnell wieder drin.“ Bevor die Sitzung endete, wurde noch Bürgermeisterin Birgit Tupat als neue Kassenprüferin von der Versammlung bestimmt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare