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Bürgerbus: Sechs neue Fahrer gewonnen

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Von: Lydia Schmitz-Machelett

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Die Mitglieder des Bürgerbusvereins informierten auf dem Parkplatz des Edeka-Marktes über ihr Angebot.
Die Mitglieder des Bürgerbusvereins informierten auf dem Parkplatz des Edeka-Marktes über ihr Angebot. © Machelett, Lydia

„Nach knapp drei Jahren Corona-Pause ohne große Feste, wurde es mal wieder Zeit, den Bürgerbus ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken“, erklärte Dieter Nölke, Vorsitzender des Bürgerbusvereins Nachrodt-Wiblingwerde.

Der Verein präsentierte sich am Samstag auf dem Edeka-Parkplatz in Nachrodt.

„Wir haben alters- und krankheitsbedingt einige Fahrer verabschieden müssen und brauchen neue. Gleichzeitig wollen wir natürlich neue Fahrgäste gewinnen“, berichtete Dieter Nölke. Derzeit zähle der Verein 17 aktive Fahrer. Bei 20 Fahrten im Monat sei jeder Fahrer etwa einmal im Monat an der Reihe. „In den vergangenen Monaten konnten wir sechs neue Fahrer gewinnen. Das ist schon toll“, freut sich der Vorsitzende.

Zeit „sinnvoll investieren“

Die meisten Fahrer akquiriere der Bürgerbusverein durch persönliche Ansprache. Es gebe aber auch Fälle, in denen die Interessierten aktiv auf den Verein zukommen. So zum Beispiel Klaus-Jürgen Schwarz und Ottmar Zilt. „Es war eigentlich eine Stammtisch-Idee. Wir arbeiten nicht mehr und wollten unsere Zeit sinnvoll investieren“, erzählte Klaus-Jürgen Schwarz. Für ihn die richtige Entscheidung, denn das Fahren bereite ihm viel Freude: „Man kommt mit den Leuten in den Kontakt. Erfährt jede Menge.“

Ein absolutes Highlight war für ihn das Fahrertraining. „Das absolvieren bei uns alle Fahrer. Mit unserem Bus geht es dafür nach Olpe. So lernen alle Fahrer den Bus auch in Extremsituationen kennen“, erklärte Nölke.

Neun-Euro-Ticket wirkt sich positiv aus

Was die Fahrgastzahlen betrifft, so seien diese durch das Neun-Euro-Ticket deutlich gestiegen. Der Bürgerbusverein hofft, diesen positiven Effekt mit in den September nehmen zu können. Immer beliebter werde unter anderem die Strecke zum Perthes-Haus. „Ich hatte beispielsweise eine Anfrage aus Bochum. Die Dame wollte eine Angehörige dort besuchen und fragte, wie das gehen könnte“, berichtete Nölke. Sofort schickte er ihr eine Lösung: Mit der 37 bis zur Sparkasse, dort die Straßenseite wechseln und in den Bürgerbus. Dieser fährt dann bis vor die Tür der Pflegeeinrichtung. „Der Berg von der Haltestelle Amtshaus bis zum Perthes-Haus ist gerade für ältere Menschen viel zu steil und zu lang. Immer mehr nutzen also diese Gelegenheit“, berichtete der Vorsitzende.

Wer sich über die Fahrpläne informieren möchte, oder Interesse hat, selbst Fahrer zu werden, kann sich auf der Internetseite des Vereins www.buergerbus-nawi.de informieren. Dort gibt es auch ein Kontaktformular.

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